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Blick ins Portemonnaie: Was Aktuare so verdienen

Wer kein profundes Zahlenverständnis mitbringt, sollte kein Aktuar werden.

Wer kein profundes Zahlenverständnis mitbringt, sollte kein Aktuar werden.

Im Banking stehen für gewöhnlich die Investmentbanker an der Spitze der Nahrungskette. In der Versicherungsbranche sind dies u.a. die Aktuare. Dabei handelt es sich gewissermaßen um die Elite der Versicherungsmathematiker, die nach dem Studium eine mindestens dreijährige Fortbildung zum Aktuar durchlaufen haben. Da Gesetzgeber Versicherern, Bausparkassen und Anbietern von Altersvorsorgeprodukten die Beschäftigung von Aktuaren vorschreiben, besteht an Jobchancen kein Mangel, eher an Kandidaten.

Aktuare verdienen prächtig…

Kein Wunder, dass die Gehälter von Aktuaren überproportional steigen. Laut einer Umfrage der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) unter ihren Mitgliedern und den Kandidaten, die die Ausbildung durchlaufen, kletterten die Jahresgehälter allein in 2014 um durchschnittlich 4,3 Prozent.

Der Unterschied zwischen vollausgebildeten Aktuaren und Kandidaten fällt indes erklecklich aus. Während erstere durchschnittlich 91.000 Euro nachhause tragen, sind es bei letzteren lediglich 59.000 Euro.

Laut der Umfrage steigen die Vergütungen mit der Berufserfahrung steil an. Während die Einstiegsgehälter im Median bei 51.000 Euro liegen, sind es nach 20 Jahren 108.000 Euro. Gehälter von jenseits der 100.000 Euro stellen bei Aktuaren gewiss keine Seltenheit dar.

… und haben moderate Arbeitszeiten

Auch wenn die Vergütungen geringer als bei Investmentbankern ausfallen, bedeutet dies noch lange nicht, dass dies auch auf die Stundenlöhne zutrifft. Denn anders als im Investmentbanking stellen Arbeitszeiten jenseits der 50 Stunden eine Seltenheit dar. Nach der Umfrage der Deutschen Aktuarvereinigung arbeiten lediglich 1,2 Prozent der Fachkräfte und 9,1 Prozent der Führungskräfte mehr als 50 Stunden.

Doch auch bei den Aktuaren fällt die tatsächliche Arbeitszeit höher als die vertraglich vereinbarte aus. „Die vertraglich vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit beträgt im Durchschnitt 37,6 Prozent. Die tatsächliche liegt mit durchschnittlich 42 Stunden deutlich darüber.“

Sicherer Arbeitsplatz und hohe Gehälter bei moderaten Arbeitszeiten sorgen für hohe Zufriedenheit bei den Aktuaren. „Eine große Mehrheit der Aktuare (58 Prozent) ist mit ihrem Arbeitsverhältnis zufrieden, 31 Prozent sind sogar sehr zufrieden“, stellen die Macher der Umfrage fest. „Die Wechselbereitschaft der Aktuare ist jedoch gegenüber 2010 deutlich angestiegen.“ Headhunter bekommen also auch ihre Chancen.


Kommentare (1)

Comments
  1. Hallo! Ist es moeglich fuer Amerikaner als Aktuar in Oesterreich zu arbeiten? Gibt es irgendwelche Gesetze dagegen? Danke

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