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DER INSIDER: Wo sich eine Bankkarriere künftig lohnt!

Trotz der Ereignisse in den vergangenen Monaten bleiben Banken lukrative Arbeitsplätze. Die Frage ist bloß, in welchem Bereich das große Geld verdient wird. Den schnellsten Aufstieg und den größten Bonus gibt es nur in den heißesten Nischen, wie Aktien in den 80er Jahren, Wandelschuldverschreibungen in den späten 90ern, Kreditderivate nach der Jahrtausendwende und – vor der Krise – bei strukturierten Krediten.

Viele sehen im gegenwärtigen Klima für festverzinsliche Wertpapiere bereits einen Bullenmarkt. Zinsen und besonders Festverzinsliche sind die Motoren für den gegenwärtigen Boom bei den großen Investmentbanken.

Zu den schönen Dingen des Fixed-Income-Marktes gehört die auf dem Ausnutzen von Kursdifferenzen basierende Investmentnatur. Der natürliche Lebenszyklus bei den meisten Märkten tendiert Richtung “Kommodisierung”. Wertpapier- und Derivate-Märkte sind da nicht anders, aber die zyklische Natur der Risiko-Einpreisung behindert die nachhaltige Kommodisierung dieser Märkte. Die Spreads der Festverzinslichen sind als Reaktion auf das geänderte Risikoumfeld explodiert und sind heute viel größer als vor Ausbruch der Krise. Für Händler eine mehr als angenehme Position.

Langfristig sind die Aussichten für einige “Flow-Märkte” aber nicht so gut, vor allem wenn noch mehr außerbörsliche Geschäfte (“Over the counter”, OTC) zu den Börsen abwandern. Für hochmargige Geschäfte gibt es nichts schlimmeres als transparente Märkte und Börsen sind nun einmal viel transparenter als OTC.

Während die “Flow-Märkte” boomen, sind strukturierte Märkte gestorben – ausgerechnet jener Bereich, mit dem die Banken vor der Krise die höchsten Margen verdient haben. Andererseits ist es auch nur schwer vorstellbar, dass diese Märkte nach einer Phase der Normalisierung nicht wiederkommen sollten. Vermutlich nicht gerade in der komplexen Form von CDOs, aber sicherlich in ähnlicher Form.

Während der Fixed-Income-Handel dank der hohen Margen sinkende Volumen mehr als ausgleichen konnte, sind die Kommissionserträge im Aktienhandel im Gleichschritt mit Vermögenswerten und Marktvolumina gefallen.

Trotzdem gibt es in diesem Markt bereits wieder die ersten Investitionen und ganze Teams werden abgeworben. Es ist natürlich richtig, dass viele Abteilungen zuletzt arg dezimiert worden sind, aber zur Zeit findet definitiv ein Wiederaufbau statt. Sollten die Banken etwa den Tiefpunkt im Aktien-Zyklus sehen? Ich bezweifle das. Es geht wohl eher um das Gewinnen von Marktanteilen. Die Gewinnmargen sind dünn und werden wohl auch so bleiben, aber die Spielfläche wird neu verteilt.

Ein Bereich, der generell als heiß angesehen wird, ist der Rohstoffhandel – und das schon seit drei, vier Jahren. Der Rekruting-Trend in diesem Bereich scheint so lange weiterzugehen, wie die Rohstoff-Märkte vom anhaltenden Wachstum in Schwellenländern profitieren.

Was heißt das nun konkret? Hier sind meine Tipps für eine kurzfristige Karriere:

Heiß: Zinsen, Festverzinsliche, Kredit, Rohstoffe (Commodities), börsengehandelte Indexfonds (ETF)

Und hier die Tipps für eine mittelfristige Karriere:

Heiß: Rohstoffe, strukturierte Produkte, ETFs, Schwellenländer

Kalt: Cash Equites, Verbriefung

Natürlich werden viele mit meiner Wahl einverstanden sein. Und um ehrlich zu sein, wenn ich die Gabe hätte, in die Zukunft zu schauen, dann hätte ich mich längst zur Ruhe gesetzt.

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