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DER BERATER: Wie man als Consultant einen neuen Job findet – ein Selbstversuch

Unser neuer Gastautor arbeitet als Consultant im Kapitalmarktumfeld und ist auf der Suche nach einem neuen Job. In einem Blog berichtet unser Kolumnist über seine Erfahrungen bei diesem Unterfangen.

Eigentlich sollte ich alles richtig gemacht haben: Ausbildung, (Auslands-)Studium, Auslandspraktikum, Consultant im Kapitalmarktbereich und Weiterbildungen. Immerhin bin ich schon über drei Jahre bei meiner Firma. Da es bei meinem Arbeitgeber einiges gibt und gab, was mich stört, habe ich mich zu einem Wechsel durchgerungen.

Zuerst stellte sich mir eine Frage: Was mache ich jetzt? Wie gehe ich an meine Jobsuche? Wie bekomme ich die Interviews in meinen Arbeitstag unter und wie suche ich? Schließlich führte mich das alles zur entscheidenden Frage: Was suche ich überhaupt? Aber der Reihe nach:

Für mich war der Weg der Bewerbung und der Jobsuche schon sehr schnell klar. Immerhin gibt es eine Menge Zeitungen, aber ich habe dort nie ein passendes Angebot gefunden. Nur drei Jahre nach dem Berufseinstieg ist mein Netzwerk auch noch nicht wirklich hilfreich.

Immerhin habe ich auch meinen ersten – also meinem aktuellen – Job nach dem Studium über das Internet gefunden. Also sollen es nun die Jobbörsen sein. Dabei habe ich festgestellt, dass noch längst nicht jede Jobbörse hält, was sie verspricht. Es gibt einige, die wirklich gut und auf spezielle Branchen zugeschnitten sind. Es gibt aber leider auch Jobbörsen, bei denen nur fragwürdige Angebote wie z.B. Backoffice-Tätigkeiten für Online-Casinos zu finden sind. Hier sollte jeder Jobsuchende einige Zeit investieren und sich die richtige Börse aussuchen. Insbesondere wenn es Geld kostet, sollte man das Angebot kurz ausprobieren.

Bei den allgemeinen Jobbörsen habe ich inzwischen mein Profil gelöscht. Dort gibt es Jobs für den Berufseinstieg und Sachbearbeiter, aber nicht mehr. Ich habe meinen anonymen CV schließlich auf drei Seiten eingestellt. Ich zahle auch für einige dieser Seiten, was ich aber als gut investiertes Geld empfinde.

In den Jobbörsen habe ich auch einiges lernen müssen. Es kommt sehr darauf an, was man in seinen CV schreibt. Ich habe zuerst viele technische Angebote bekommen. Daraufhin habe ich meinen CV “frisiert” und jegliche technischen Skills (bis auf MS Office) entfernt. Das machte für mich Sinn, da ich keine IT-Angebote suche.

Eine weitere Erkenntnis war, dass egal wie gut man ist, es muss vor allem das in den CV, was man auch später machen möchte. Vielfach wird hier von Headhuntern nur nach bestimmten Skills gesucht und dann jeder Kandidat angesprochen, bei dem diese auftauchen. Dabei ging mir auf, warum es so viele IT-Headhunter gibt. Oft reicht schon der Name des richtigen SAP-Moduls sowie einige Arbeitserfahrung und schon kann der Headhunter einen Kandidaten vorstellen. Dafür ist nicht unbedingt viel Denkarbeit nötig.

Neu war für mich auch, wie wichtig ein englischsprachiger Lebenslauf (kurz CV) ist. So sitzen viele Headhunter für den Finanzbereich in London. Ohne CV in Englisch hat man dort keine Chance. Doch ein CV in Englisch ist auch relevant, wenn man sich in Deutschland auf einen Job bei einem – wohlgemerkt – deutschen Arbeitgeber bewirbt. Denn damit dokumentiert der Bewerber seine Englischkenntnisse.

Kommentare (4)

Comments
  1. sorry – aber Du hast wirklich keine Ahnung!
    Drei Jahre Consultant (eine Art (Möchtegern-) Headhunter?) oder Berater für Banken.
    Aber innerhalb von drei Jahren kein Netzwerk aufgebaut zu haben, spricht für sich!
    Und einen englischen CV sollte man grundsätzlich griffbereit haben – Studiert und doch nichts für das Leben gelernt….

  2. Chaplin, ich bin mir nicht sicher, ob der Ton in deinem Kommentar angebracht ist. Immerhin hat der Kolumnist mit uns seine Erfahrungen geteilt und wollte damit was Gutes tun. Ob Du damit einverstanden bist oder nicht, kann sicherlich etwas eloquenter formuliert werden.
    1.) Grundsätzlich decken sich meine Erfahrungen mit dem Kolumnisten bzgl. der Jobbörsen.
    2.) Ich bin mir sicher, dass der Kolumnist bereits ein Netzwerk aufgebaut hat, nur ist dieser nach 3 Berufsjahren nicht für eine Jobsuche geeignet.
    3.) Den englischen CV sollte man immer parat haben, wenn die internationale Ausrichtung wünschenswert ist.
    4.) Leider hat uns der Kolumnist nicht erzählt, wie er die Interviews in seinen Alltag integriert hat. Die kurzen Fristen der Angebote sowie die Freitagstermine der Interviews stellen für viele Berufstätige ein Problem dar.

  3. Was ist nun aber besser um sich bei einem Unternehmen zu bewerben – direkt, über den Bekannten, der dort arbeitet (diesen gibt es aber leider nicht so oft) oder über Headhunter?

  4. Also das war ja nun mal ein ziemlich inhaltloser Artikel ohne zielgerichtete Aussage und mit Tipps, die ja mal wirklich keine sind und schon instinktiv von jedem Studenten im Grundstudium beherrscht werden. Ich will dich nicht angreifen, aber wie kann man so blauäugig bei der Jobsuche sein, wenn man eigentlich gestanden im Berufsleben steht? Zumindest hast du ja diese Seite schon mal gefunden, lol. Ich wünsche dir dennoch viel Erfolg bei der Suche und vor allem ein paar Ideen bei der Art und Weise, wie du zu etwas Passendem kommst. Trotzdem solltest du dir in Zukunft überlegen, inwieweit es Sinn macht dich mit deinem Halbwissen zu diesem Thema als Verfasser profilieren zu wollen…

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