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Kein Spaß an der Waterkant: HSH-Nordbank trennt sich von 715 Mitarbeitern

Die krisengeschüttelte HSH-Nordbank hat ihre Mitarbeiterzahl in 2009 um 715 oder gut 13 Prozent auf 3610 verringert. In der Zahl sind jedoch auch die von der Landesbank abgegebenen Sparten enthalten, wie das norddeutsche Institut heute (15. April) mitteilte.

Allein im Ausland sank die Zahl der Beschäftigten um 29 Prozent auf 698 Mitarbeiter. Insgesamt liegt der Stellenabbau nach Unternehmensangaben über Plan. Bis 2012 sollen insgesamt 1100 Vollzeitarbeitskräfte das Haus verlassen.

Der Personalaufwand sank indes nur um 5,8 Prozent auf 388 Mio. Euro. Mithin zahlte die Bank pro Mitarbeiter im Schnitt gut 107.000 Euro. Die Vorstandsbezüge stiegen indes um gut 10 Prozent auf 3,95 Mio. Euro. Gehaltsangaben zu einzelnen Vorstandsmitgliedern lehnte die Landesbank ab. Der Sachaufwand wurde sogar um 9,2 Prozent auf 442 Mio. Euro verringert.

Nach einem Rekordverlust von 2,8 Mrd. Euro im Vorjahr musste die HSH-Nordbank auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 679 Mio. Euro verkraften. Für das schlechte Ergebnis ist u.a. eine kräftige Erhöhung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf fast 2,8 Mrd. Euro verantwortlich.

“Durch die Abtrennung und Bündelung nichtstrategischer Geschäftsfelder und Portfolien werden die in der Kernbank verbleibenden Bereiche signifikant entlastet”, sagte HSH Nordbank-Chef Dirk Jens Nonnenmacher. “Die Geschäftspolitik der HSH Nordbank wird künftig konservativer ausgerichtet sein. Das Ziel werden nicht maximale Erträge, sondern eine ausgewogene Bilanz zwischen Ergebnis und Risiko sein”, hieß es weiter.

Die Kernkapitalquote belief sich nach beträchtlichen Staatshilfen auf 10,5 Prozent. Die Krise wird auch im laufenden Geschäftsjahr das Ergebnis der HSH Nordbank weiter belasten. Der Vorstand rechnet erst in 2011 mit der Rückkehr in die Gewinnzone.

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