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Schlachtreifer Goldesel: Schärfere Regulierung bedroht Geldbringer der Deutschen Bank

Für das abgelaufene Quartal rechnen Analysten bei der Deutschen Bank durchschnittlich mit einem Vorsteuergewinn von rund 2 Mrd. Euro. Der deutsche Branchenprimus legt am morgigen Dienstag (27. April) seine Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Jahres vor.

Nachdem die Investmentbanken in den USA bereits mit guten Zahlen glänzen konnten, wird auch bei dem Frankfurter Geldhaus mit guten Ergebnissen gerechnet. “Letztlich würde es mich aber auch nicht überraschen, wenn die Bank deutlich über zwei Mrd. Euro verdient hat”, schätzt Philipp Häßler vom Analysehaus Equinet.

Bankenregulierung könnte Deutsche Bank besonders hart treffen

Dabei dürfte der Hauptteil des Gewinns abermals auf das Investmentbanking entfallen. Besonders für den Bereich Fixed Income wird wieder mit einem guten Ergebnis gerechnet. Doch die Stärke der Deutschen Bank im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren könnte sich mittelfristig als Achillesverse des Bankhauses erweisen.

So hat die Deutsche Bank angekündigt, ihren Vorsteuergewinn von etwa 5 Mrd. in 2009 auf 10 Mrd. Euro in 2011 zu verdoppeln. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg erwarten die 20 befragten Analysten im Median nur einen Vorsteuergewinn von 7,6 Mrd. Euro für 2011.

Der Hauptgrund für die schwachen Aussichten bestehen in der Abhängigkeit der Deutschen Bank vom Fixed Income-Geschäft. Als Folge der Finanzkrise und der anhaltenden Diskussionen um die Geschäftspraktiken bei Goldman Sachs könnten die regulativen Anforderungen in diesem Sektor spürbar anziehen. Damit würde der Goldesel der Deutschen Bank akut von der Schlachtung bedroht sein

Übernahme-Angebot für Postbank erwartet

Mit großer Spannung werden auch Informationen zur geplanten Übernahme der Postbank durch den deutschen Branchenprimus erwartet. Derzeit hält die Deutsche Bank etwa 30 Prozent an dem Retailspezialisten.

Nach Informationen aus Händlerkreisen könnte die beabsichtigte Übernahme schneller über die Bühne gehen als erwartet. Möglicherweise könnte die Deutsche Bank bereits in Kürze ein Übernahmeangebot in Höhe von 36 bis 37 Euro unterbreiten. Zum Börsenauftakt stand die Postbank am Montag noch bei 27 Euro.

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