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Absolventen von Business Schools sind trotz Finanzkrise weiter gefragt

Trotz Kreditkrise und Massenentlassungen bei den Banken spüren führende Business Schools bisher noch keine gravierende Zurückhaltung bei den Rekrutierungsaktivitäten. Das könnte sich allerdings bald ändern, berichtet MBA Channel nach einer Umfrage bei vier führenden Business Schools.

“Bei der Graduierung im Juni hatten 95 Prozent der Absolventen bereits einen Job”, erklärt Julie T. Morton, Associate Dean Career Services an der Chicago GSB. “Da hat sich nichts geändert.” Auch die aktuelle Zahl der rekrutierenden Unternehmen und die Zahl der Interviews seien in etwa gleich wie im Vorjahr. Selbst die Finanzinstitute aus New York, Chicago, London und Hongkong seien weiter sehr stark vertreten.

Bisher landete über die Hälfte der jährlich über 500 Absolventen in der Finanzbranche. Allerdings zeigten die Studenten deutlich mehr Interesse an anderen Karrierewegen. Gefragter seien Jobs in den Medien, im Sport und in Non-Profit-Organisationen. Daher versuche man, bessere Kontakte zu diesen Branchen aufzubauen.

Auch bei Insead hat sich noch nicht viel geändert. Die Zahl der rekrutierenden Unternehmen sei in etwa gleich geblieben. Allerdings gebe es weniger Jobs im Finanzbereich, beobachtet Sandra Schwarzer, Direktorin für Career Services am Insead.

Früher hätten die Firmen 90 Prozent der Studenten bereits nach dem Internship ein Jobangebot gemacht, heute seien sie deutlich zurückhaltender. Weiter stark werde jedoch das Consulting bleiben, glaubt die Expertin. Zudem würden inzwischen auch Branchen wie Energie, Health Care und die Konsumgüter-Industrie verstärkt MBAs rekrutieren.

Weiteres Potential sehe sie bei der Klima-, Solar- und Umwelttechnologie. “Unsere Studenten kommen aus 55 Ländern und gehen überall hin”, sagt Schwarzer. Da mache sich die Krise in einer Region nicht so stark bemerkbar.

“Es kommen zwar nicht weniger Unternehmen, aber sie stellen weniger ein”, beobachtet Grant Phillips, Head of Career an der Said Business School an der University of Oxford. Es gebe zwar immer noch einen Wettbewerb um hoch qualifizierte MBAs, aber der Markt werde enger.

Ein Wachstumsbereich im Investmentbanking sei weiter das Risikomanagement. Aber auch kleine “Boutique-Investmentbanken” suchten inzwischen MBA-Absolventen – wenn auch nicht viele. Daher baue man verstärkt Kontakte zu diesen auf.

Weniger gefährdet sind die Absolventen am IMD in Lausanne. Bisher landeten 70 Prozent in der Industrie. “Mit Ausnahme der Finanzbranche ist der Markt ziemlich solide”, sagt Katty Ooms Suter, zuständig für Career Services am IMD. 2007 sei das bisher stärkste Jahr der Business School beim Placement gewesen und 2008 werde wohl das zweistärkste werden.

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