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Teamfähig aber nicht kundenorientiert?

Anforderungen, die Banken und Versicherungen an Absolventen stellen, sind mitunter andere, als man vermuten könnte.

Gut ausgebildetes Personal in der Kundenbetreuung wird für Finanzdienstleister immer wichtiger. Denn gerade die höchst profitablen vermögenden Privatkunden wünschen sich eine individuelle Beratung auf Augenhöhe. Zwei Drittel der Bankentscheider nennen die individuelle Beratung, insbesondere von Privatkunden, als die Dienstleistung mit dem stärksten Bedeutungszuwachs bis 2010.

Dies verlangt neben exzellenter fachlicher Expertise auch ein großes Maß an persönlicher Kompetenz. Gerade in der Vertriebssteuerung oder bei der Entwicklung neuer Finanzprodukte sind Erfolge am Markt, ohne eine verstärkte Sicht auf den Kunden, kaum noch denkbar.

Die Managereigenschaften, die Banken bei Neueinsteigern suchen, decken sich jedoch nicht mit der angestrebten Ausrichtung der Banken hin zum Kunden. Kunden- und Serviceorientierung, eigentlich Kernkompetenzen im Finanzdienstleistungssektor, verlangt nur jede zehnte Bank oder Versicherung in ihren Stellenausschreibungen.

Dies ist eines der Ergebnisse des aktuellen Young Professional Index, einer Untersuchung des Personaldienstleisters jobs in time. Untersucht wurden über 2.100 Online-Stellenangebote bei 800 Unternehmen – davon 25 Banken und Versicherungen.

Teamgeist stärker gefragter als Servieceorientierung

Wichtiger als Kunden- und Serviceorientierung sind den Finanzdienstleistern der Untersuchung zufolge Menschen mit Teamgeist und analytischen Fähigkeiten. Diese Qualifikationen tauchen in rund der Hälfte der untersuchten Stellenausschreibungen auf.

Bei der fachlichen Qualifikation stellen die Finanzdienstleister dagegen höhere Ansprüche. Neue Mitarbeiter sollen in erster Linie ihr Handwerk, den Umgang mit Finanz- und Rechtsfragen, verstehen.

Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler haben deshalb nach dem Universitätsabschluss die besten Chancen, bei einer Bank oder Versicherung einzusteigen. 87% der untersuchten Stellenangebote richten sich an Fachkräfte mit einem dieser Studienabschlüsse. Die Zahl der Jobausschreibungen für BWLer, VWLer und Juristen ist damit bei Banken und Versicherungen dreimal so hoch wie im Durchschnitt aller untersuchten Branchen.

Informatiker und Mathematiker werden zwar ebenfalls gesucht, dennoch haben sie es überdurchschnittlich schwer, nach dem Studium bei einer Bank oder Versicherung anzufangen. Nur ein Viertel der ausgewerteten Jobanzeigen von Kreditinstituten oder Assekuranzen richtet sich an IT-Spezialisten, Mathematiker oder Naturwissenschaftler.

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