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Tagebuch eines Debt-Capital-Markets-Praktikanten – erste und zweite Woche

Die erste Woche diente dem Training. Es hat Spaß gemacht, morgens frisch und motiviert mit elf anderen Praktikanten zusammen zu sein.

Nach einer Einführung in Gesundheits-, Sicherheits- und Complaince-Regelungen haben wir noch mehr Praktikanten getroffen und haben von Analysten Ratschläge bekommen, wie wir das beste aus dem Praktikum machen können. Man hat an uns appelliert, neugierig zu sein, Fragen zu stellen, auf Details zu achten und Rückmeldungen einzuholen.

Nach einer Pause mit belegten Broten und Sushi gab es weitere Einführungen. Gefühlt hat jeder Teilnehmer 50 mal gesagt, wie man heißt, an welcher Uni man was studiert und welche Hobbys man hat.

Gegen 17.30 Uhr bekam ich eine Email, marschierte zurück ins Büro, bekam weitere Einführungen, setzte meinen Computer in Gang und eine erste Aufgabe zur Datenprüfung. Der erste Tag war gegen 21.30 Uhr zu Ende.

Das Training umfasste im Laufe der Woche Bilanzierung, Fusionsberatung, Bewertungsmodelle sowie eine Einführung in Excel und Powerpoint.

Ich hatte Gelegenheit, eine Fallstudie zu einem konkreten “Deal” zu verfassen und konnte ein monatliches Markt-Update geben. Die meiste Zeit verbrachte ich am Schreibtisch – das war großartig, schließlich bereitete meine Gruppe die Emission einer Anleihe vor, und ich konnte in viele Telefonate hineinhören.


Im großen und ganzen war die erste Woche gelungen, ich bekam einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben, und das Team nahm sich genug Zeit, um mich einzuarbeiten, so dass ich jede Menge lernen konnte.


Zweite Woche:


Die zweite Woche begann mit der Emission der Anleihe. “Due Diligence”, Probe-Telefonate und dann die Abwicklung des echten Geschäfts bedeuteten, dass die Woche mit einem Knalleffekt startete.

Tatsächlich zeigte mir die Bond-Emission, was der Bereich Debt Capital Markets an Abwechslung und Tempo zu bieten hat. Das Orderbuch war innerhalb einer Stunde zwölffach überzeichnet – ich war also bei einer sehr erfolgreichen Emission dabei.

Ich bekam dadurch auch ein Gefühl, was es heißt, Schlusszeiten auf die Minute einzuhalten. Dabei kommt es in der Finanzbranche entscheidend auf die Details an, die man immer wieder aufs neue prüfen muss. Etwas, das ich sehr schnell gelernt habe.

Daneben arbeitete ich weiter an meiner Fallstudie. Außerdem begann, ich Preis-Updates zu schreiben und entwarf einige Seiten mit Referenzen für unsere Präsentationsunterlagen.

Daneben bekam ich weitere IT-Trainingsstunden. Dabei haben mir Übungen mit dem Bloomberg-Terminal geholfen. Ich war anschließend in der Lage, Unternehmensprofile automatisch zu aktualisieren und in unsere Preismodelle einfließen zu lassen. Und nebenbei konnte ich zu Lernzwecken mein eigenes Modell entwickeln.

Der Freitag hat besonders Spaß gemacht, wir haben den Tag relativ entspannt verbracht, Tennis gespielt und uns auf das Wochenende gefreut. Ich fragte nach und bekam eine entsprechende Rückmeldung über meine Arbeit. Das war hilfreich und gab mir einige Punkte, an denen ich in den kommenden Wochen arbeiten kann. Ich fühle mich bereits als Teil der Gruppe.

Ich habe das Büro immer zwischen 21 und 22 Uhr verlassen. Die nächsten Abende dürften ebenfalls lange dauern, schließlich gehen viele Kollegen in Urlaub, und ich werde bestimmt mehr Verantwortung übernehmen müssen.

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