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Hypo Real Estate ersetzt auch die letzten Manager aus Funke-Arä

Bei der Münchener Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) dreht sich das Personalkarusell munter weiter. Wie das praktisch insolvente Institut am Montag mitteilte, verlassen erneut mehrere Vorstandsmitglieder, die bereits unter Ex-Vorstandschef Georg Funke gedient haben, den Vorstand der Holding.

Neben Bettina von Österreich, die sich bisher um das Risikomanagement kümmerte, räumen auch Cyril Dunne und Robert Grassinger Ende Januar ihren Platz im Vorstand der HRE-Holding. Dunne werde aber weiterhin die krisengeschüttelte Tochtergesellschaft Depfa in Irland führen.

Österreich ziehe sich aus persönlichen Gründen zurück, sie erwarte ein Kind, sagte Konzernsprecher Hans Obermeier zu eFinancialCareers. Ihre Nachfolgerin wird am 1. Februar die aus dem Haus kommende Managerin Manuela Better.

Bereits nach Bekanntwerden der finanziellen Schieflage der HRE im Herbst vergangenen Jahres waren Ex-Chef Funke und der Aufsichtsratsvorsitzende Kurt Viermetz ausgeschieden.

Gehen mussten auch die Vorstände Bo Heide-Ottosen, Markus Fell und Frank Lamby.

Zuletzt verließ Thomas Glynn den HRE-Vorstand, der heute vom früheren Deutsche-Bank-Manager Axel Wieandt geleitet wird. Gesucht werden noch ein neuer Finanzvorstand und ein Leiter des Immobiliengeschäfts.

Der neue Vorstandsvorsitzende will offenbar jegliche Verbindungen zu Vorgänger Funke kappen. Selbst der erst im Juni verpflichtete Kommunikationschef Obermeier muss seinen Hut nehmen. Der ehemalige Chefredakteur der Nachrichtenagentur Reuters wird ersetzt durch Walter Allwicher, den langjährigen Pressechef der Deutschen Börse.

Wie nicht anders zu erwarten war, tragen die Mitarbeiter die Hauptlast bei der Sanierung der Bank. Kurz vor Weihnachten hatte das Unternehmen den Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen bis 2013 bekanntgegeben, davon betrifft rund ein Drittel die Beschäftigten an den deutschen Standorten in München, Frankfurt, Hamburg und Berlin.

Soweit es geht, sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden, ausgeschlossen sind diese aber nicht. Das dürfte letztlich davon abhängen, ob es dem Unternehmen gelingt, die Mitarbeiterzahl durch das Nicht-Besetzen von freiwerdenden Stellen und andere Instrumente wie Aufhebungsverträge zu senken.

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