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ver.di befürchtet weiteren Personalabbau

Trotz gestiegener Nachfrage nach Personal in bestimmten Bereichen erwarten Gewerkschafter per Saldo einen Personalabbau in deutschen Banken und Versicherungen.

Banken und Versicherungen in Deutschland werden trotz Rekordgewinnen auch in den nächsten Jahren mehrere Tausend Stellen streichen. Dies erwartet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). “Es gibt für uns keinen Anlass zur Entwarnung: Die Zeichen sind noch auf Abbau gestellt”, kommentiert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong die jüngsten Schätzungen seiner Gewerkschaft zum Personalabbau in der deutschen Finanzdienstleistungsbranche. In den nächsten beiden Jahren rechnet ver.di mit dem Wegfall von bis zu 28.000 Stellen.

Im deutschen Kreditgewerbe hat sich das Tempo des Personalabbaus zuletzt etwas verringert. Nach Angaben von ver.di sind bei Deutschlands Banken von 2000 bis 2005 insgesamt etwa 80.000 Stellen gestrichen worden, im vergangenen Jahr fielen nach Gewerkschaftsschätzungen weitere 7.000 weg. Insgesamt zählten die Banken zuletzt 693.000 Mitarbeiter. Aufgrund der bekannten Unternehmensplanungen erwartet ver.di in den nächsten zwei Jahren einen weiteren Abbau von rund 8.000 Stellen.

Düsterer sind die Zukunftsaussichten im deutschen Versicherungsgewerbe. Hier wurden in den Jahren 2003 bis 2005 gut 15.000 Stellen abgebaut, im vergangenen Jahr laut ver.di weitere 8.000. Bis zum Jahr 2009 rechnet ver.di mit einem Abbau von weiteren 15.000 bis 20.000 Stellen. Zudem versuchen nach Ansicht der Gewerkschaft etliche Unternehmen mit Ausgliederung den Tarif zu umgehen, um längere Arbeitszeiten und niedrigere Gehälter durchzusetzen.

In der anstehenden Tarifrunde im Versicherungsgewerbe werde ver.di angesichts der guten wirtschaftlichen Lage der Branche “deutliche Gehaltssteigerungen” fordern, sagte Foullong. Die genaue Zahl will ver.di im Mai festlegen. Für die gut 230.000 Beschäftigten müsse mehr drin sein als die 3% bei der Tarifrunde vor zwei Jahren. Weitere Forderungen werden Foullong zufolge Beschäftigungssicherung und Weiterbildungsansprüche sein.

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