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Schweizer Banken schufen in 2010 mehr als 2200 Stellen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am heutigen Donnerstag (16. Juni) einen Schlussstrich unter 2010 gezogen und die Gesamtstatistik für alle 320 Schweizer Institute vorgelegt. Demnach schufen die Banken hierzulande im abgelaufenen Jahr gut 2200 zusätzliche Stellen. Die Gesamtbeschäftigung in der Branche wuchs um 1,7 Prozent auf 132.000 Mitarbeiter.

“Diese Zunahme war fast ausschliesslich auf die Grossbanken zurückzuführen. Im Inland bauten diese den Personalbestand jedoch ab”, betont die SNB. Für den Nettozuwachs der Beschäftigung in der Schweiz waren hauptsächlich die Kantonalbanken und andere Institute verantwortlich.

Der überproportionale Anstieg des Personalaufwands um 3,2 Prozent auf 29,2 Mrd. Franken geht laut der SNB hauptsächlich auf den Personalaufbau von UBS und Credit Suisse im Ausland zurück. In 2007 hatten die Schweizer Banken indes noch 32,3 Mrd. Franken für ihre Beschäftigen springen lassen.

Auch die Gewinne sprudelten in 2010 wieder üppiger. So kletterte der Vorsteuergewinn branchenweit um fast die Hälfte auf 18,9 Mrd. Franken. Auf dem Höhepunkt in 2006 hatten sämtliche Institute indes noch einen Gewinn von 29,9 Mrd. Franken eingestrichen.

Dagegen legte die kumulierte Bilanzsumme nur moderat um 1,7 Prozent auf 2,7 Bio. Franken zu. Mithin haben die Banken ihre zusätzlichen Gewinne nicht durch ein Aufblasen ihrer Bilanzen und durch höhere Risiken erreicht.

Trotz der starken Aktienmärkte verminderte sich das verwaltete Kundenvermögen um 1,3 Prozent auf 4,5 Bio. Franken. Hierfür dürften indes die Anlagen in Fremdwährungen massgeblich verantwortlich sein, die aufgrund des starken Franken schwächer bewertet werden mussten.

Kommentare (1)

Comments
  1. Ein nicht unwichtiges Detail:
    Der grösste Teil der 2’200 Stellen wurden von Schweizer Banken im AUSLAND geschaffen. Zitat: “Vor allem im Ausland wurde wieder mehr Personal angestellt (+1751 resp. 7,9% auf 24 013); diese Zunahme war fast ausschliesslich auf die Grossbanken zurückzuführen.”
    Im INLAND “…stieg der Personalbestand … um 454 resp. 0,4% auf 108 000 Beschäftigte.”
    Hoffen wir, dass mit den Stellen nicht auch die Wertschöpfung ins Ausland wandert.

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