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Wieso bei der WestLB 1850 Stellen zum Abschuss freigegeben sind und 600 Mitarbeiter dennoch lachen

Die Wolken über der Zukunft der WestLB lichten sich zusehends. In einem geheimen Treffen mit den Fraktionsspitzen im NRW-Landtag hat Finanzminister Norbert Walter-Borjans erstmals Einsschätzungen über den anstehenden Arbeitsplatzabbau bei der Landesbank gegeben.

Laut einem Bericht der Rheinischen Post (RP) werden 1850 der noch 4700 Stellen bei der Landesbank im Zuge der bevorstehenden Umstrukturierung gestrichen, was immerhin 39 Prozent der Gesamtbelegschaft ausmacht.

Schon am Donnerstag könnte der Landtag eine Entscheidung fällen

Demnach soll bereits am Donnerstag über den Umstrukturierungsplan im Landtag entschieden werden. Die Minderheitsregierung aus SPD und Grünen kann sich indes nur auf die eigenen Stimmen stützen. Laut der RP signalisierte die Linke Ablehnung, die FDP gab sich reserviert und die CDU sei “zumindest nicht dagegen und nennt auch keine Alternative.”

Für die CDU scheint dabei die Lastenverteilung zwischen Land und Sparkassen als derzeitige Eigentümer der WestLB der entscheidende Knackpunkt zu sein. Denn nach den Plänen geht die Verbundbank mit gerade einmal 400 Mitarbeitern oder weniger als zehn Prozent der Belegschaft sowie einer Bilanzsumme von 40 bis 45 Mrd. Euro in Sparkassen-Besitz über.

Der Bund will 1 Mrd. seiner stillen Einlage von insgesamt 3 Mrd. Euro zurückhaben. Für alle weiteren Verluste im Zuge der Umstrukturierung wie z.B den umfangreichen Arbeitsplatzabbau und die verbliebenen Bilanzrisiken dürfte somit das Land NRW geradestehen müssen.

600 altgediente WestLB-Mitarbeiter sind fein raus

Nach einem Bericht der Bild-Zeitung scheinen indes 600 Mitarbeiter der WestLB fein raus zu sein. Denn diese Beschäftigten besitzen noch beamtenähnliche Arbeitsverträge, die sämtliche Risiken dem NRW-Steuerzahler aufbürden.

Für diese altgedienten Arbeitskräfte scheint niemand so richtig Verwendung zu haben. “Im WestLB-Betriebsrat soll es jetzt bereits Planspiele geben, sie bei vollen Bezügen nach Hause zu schicken”, schreibt Bild.

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