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GASTKOMMENTAR: Wo sind bloß all die richtigen Trader geblieben?

Ich arbeite jetzt im Handelssaal als ein Trading-Assistant. Um ehrlich zu sein, handelt es sich um eine recht einfache und weniger herausfordernde Aufgabe, als ich sie bisher ausgeübt habe. Dennoch handelt es sich um einen Job mit einer historisch höheren Wahrscheinlichkeit, in den Handel einsteigen zu können.

Es ist ein gutes Gefühl, im Handelssaal zu sein. Die Trader reißen fortlaufend Witze und es herrscht dort eine enthusiastische Grundstimmung vor. Bei den anderen Banken, bei denen ich gearbeitet habe, waren die Trader arrogant. Das ist hier nicht der Fall, was mir gefällt.

Dennoch handelt es sich bei dem Trading nicht notwendigerweise um das, was ich mir vorgestellt habe. Mein Interesse am Trading bestand immer darin, Trendwenden vorwegzunehmen. Die Unterstützung des Desks ist nicht von dieser Art.

Niemand kümmerte sich um Gold, als es die Marke von 1270 US-Dollar durchbrach oder darum wie der Markt wahrscheinlich auf die US-Lohnentwicklung im August reagieren würde oder ob US-Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit gekauft werden sollten. Der Desk konzentriert sich im Grunde darauf, seine Risiken zu hedgen und an den Spreads zu verdienen, was auch in Ordnung ist.

Nachdem ich vor einigen Wochen eine ausführliche Studie eines Rohstoffanalysten gelesen habe, wonach Gold keine wirksame Absicherung gegenüber der Inflation darstellt und wo eine Fortdauer der Goldrallye skeptisch gesehen wurde, habe ich einem Analysten gegenüber die Auffassung vertreten, dass die Rallye nicht auf Inflation oder Deflation zurückgeht, sondern schlicht auf die Furcht einer Währungsabwertung. Denn die Regierungen versuchen ihre Währungen zu drücken, um ihre Volkswirtschaften zu schützen. Zu diesem Zeitpunkt notierte Gold bei 1200 US-Dollar und jetzt befindet sich das Edelmetall bei 1340 Dollar.

Sich für den Einstieg ins Trading in Position zu bringen, ist eine Sache, seine Fähigkeiten beweisen zu können, eine andere. Davon lasse ich mich nicht unterkriegen – ich bin geduldig. Es stört mich nicht, wenn ich zehn Jahre im Middleoffice verbringen muss, bis ich dort hingelange, wohin ich möchte. Ich setze mich daneben und mache einfach weiter, indem ich an meinen Fähigkeiten arbeite. Ich warte nur auf die Chance, Euch allen zu zeigen, wie es richtig gemacht wird.

Kommentare (1)

Comments
  1. Hallo City Kid, was man hier beachten muss ist dass selbst Haendler bei Banken NICHT PROP traden koennen…ich wuerde sagen ungefaehr 80% haben zwar viel Erfahrung aber koennten NIE in diesem Sinne wie du meinst konstant im Markt gewinnen… spreading und hedging ist ok.. aber outrights ist eine andere Geschichte und kann mit meiner Erfahurng nur mit viel Glueck in Leben neben einer Person landen in einem Grossen Finanzunternehmen und dass richtig beigebracht bekommen… but keep trying you never know.. viel Glueck!

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