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Die Mitarbeiterzahl steigt, aber die Planstellenzahl bei Hypovereinsbank sinkt

Die angeschlagene Hypovereinsbank hat ihre Pläne zum Stellenabbau konkretisiert.

Während einer Telefonkonferenz zu den Zahlen für das dritte Quartal sagte der zum Jahresende ausscheidende Vorstandsvorsitzende Wolfgang Sprißler, dass bis 2010 rund 2.500 Arbeitsplätze, vor allem im Privatkundengeschäft, gestrichen werden sollen. Das defizitäre Investmentbanking, das die Bank als Ganzes in die roten Zahlen geführt hat, muss sich auf einen Verlust von 700 Stellen einstellen.

Ansonsten sorgten die Quartalszahlen – vor allem was die Mitarbeiterzahlen betrifft – für Verwirrung.

Laut Investorenmitteilung vom Mittwoch hat die Tochtergesellschaft der italienischen Unicredit in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres nämlich Personal auf-, aber nicht abgebaut.

Ende September beschäftigte die Bank 24.885 Mitarbeiter, Ende 2007 waren es noch 24.784. Im gleichen Zeitraum wuchs das Filialnetz um drei auf 849.

Dagegen geht aus der Analystenpräsentation hervor, dass die Zahl der Planstellen seit September 2007 von 23.456 bis September 2008 um 2,0 Prozent auf 22.976 gefallen ist.

Ein Banksprecher sagte, die Diskrepanz sei auf die hohe Zahl von Teilzeit-Arbeitnehmern zurückzuführen sei. Dadurch kommt es zu Differenzen zwischen tatsächlich angestellten Mitarbeitern und Planstellen.

Aus der Analystenpräsentation geht weiter hervor, dass im Bereich Privat- und Geschäftskunden von September 2007 bis September 2008 312 Stellen und durch Konsolidierungseffekte weitere 222 Stellen weggefallen sind.

Dagegen verzeichnete die Sparte Firmen- und kommerzielle Immobilienkunden im Vergleich zum dritten Quartal 2007 ein Stellenzuwachs von 172. Auch der Bereich Wealth Management verzeichnete ein Plus (31).

Überraschenderweise wurden auch in der Sparte Markets und Investmentbankingnetto sechs Stellen geschaffen. Dabei war schon im August durchgesickert, dass die Bank mehrere hundert Stellen in der von der Finanzkrise besonders gebeutelten Sparte streichen werde. Wie der Sprecher weiter mitteilte, stehen die Streichungen erst noch bevor.

Die Personalaufwendungen fielen von Januar bis September um 7,3 Prozent auf 1,484 (Vj. 1,601) Mrd. Euro. Grund waren gesunkene Boni im Investmentbanking und die geplante Reduzierung des Personalbestands.

Im Investmentbanking fiel der Personalaufwand von Januar bis September vor allem wegen gesunkener Boni um 31,3 Prozent auf 297 Mio. Euro. 2007 waren es im gleichen Zeitraum noch 432 Mio. Euro gewesen.

In der Sparte Privat- und Geschäftskunden verringerten sich die Personalkosten in den ersten drei Quartalen “durch einen geplanten Stellenabbau” um 3,5 Prozent auf 441 (Vj. 457) Mio. Euro.

Dagegen stieg der Personalaufwand in der Sparte Firmen- und kommerzielle Immobilienkunden wegen der “neuen Struktur” um 14,6 Prozent auf 181 (Vj. 158) Mio. Euro.

Auch die Sparte Wealth Management verzeichnete – vor allem wegen einer Zunahme der Vertriebsmitarbeiter – einen Zuwachs bei den Personalkosten auf 86 (Vj. 69) Mio. Euro.

Der Stellenpool für Bewerber mit Berufserfahrung sieht derzeit ziemlich mau aus. Gesucht werden vor allem Mitarbeiter für die Immobilien-Tochter Planet Home .

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