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Deutsche Bank übertrifft Erwartungen: Mitarbeiter verdienen durchschnittlich 24 Prozent mehr

Mit einem Nettogewinn von 5 Mrd. Euro konnte die Deutsche Bank im abgelaufenden Geschäftsjahr glänzen, nachdem das Institut im Krisenjahr 2008 noch einen Verlust von 3,9 Mrd. Euro verkraften musste. Damit übertraf der deutsche Branchenprimus die Erwartungen der Analysten deutlich, wie aus dem heute in Frankfurt vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht. In 2007 konnte die Deutsche Bank noch einen Gewinn von 6,5 Mrd. Euro verbuchen.

“Die Deutsche Bank hat im Jahr 2009 eine Menge erreicht: Wir haben bei deutlich vermindertem Risiko und mit kleinerer Bilanzsumme eine beachtliche Profitabilität erzielt”, erklärte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann.

Zahl der Mitarbeiter um 4 Prozent verringert

Das Unternehmen reduzierte die Zahl seiner Mitarbeiter weltweit um 4 Prozent auf 77.052. Auch in Deutschland vermindert sich die Zahl der Beschäftigten um 2 Prozent auf 27.321. Mithin verdiente jeder Mitarbeiter durchschnittlich 147.000 Euro, was einer Steigerung um immerhin 24 Prozent gleichkommt.

Insgesamt legte der Personalaufwand um 18 Prozent auf 11,3 Mrd. Euro zu. Die Personalaufwandsquote bezifferte die Großbank auf 40 Prozent.

225 Mio. Euro für britische Bonussteuer zurückgestellt

“Die variable Vergütung stieg infolge des verbesserten operativen Ergebnisses. Sie war zudem durch die Bonussteuer für Banken in Großbritannien beeinflusst”, heißt es in dem Geschäftsbericht.

Für die neue britische Bonussteuer hat die Deutsche Bank allein 225 Mio. Euro zurückgestellt. Nach den Plänen der britischen Regierung wird auf Boni über 25.000 Pfund (etwa 28.600 Euro) eine Sondersteuer in Höhe von 50 Prozent erhoben. Diese muss jedoch nicht von dem Mitarbeiter, sondern von der Bank beglichen werden.

Aufsichtsrat hat neues Vergütungssystem abgesegnet

Überdies kündigte Ackermann die Einführung eines neuen Vergütungssysmtens an, das der Aufsichtsrat bereits bestätigt habe. Demnach sollen die Fixgehälter je nach Funktion und Land um 5 bis 30 Prozent steigen, während die Boni gesenkt würden. Die variablen Gehaltsbestandteile sollen sich stärker an dem eingegangenen Risiko sowie an der Nachhaltigkeit der Resultate orientieren. Im Verlustfalle könnten Boni künftig sogar zurückgefordert werden. “Neben Boni in guten Zeiten wird es in schlechten Zeiten auch Mali geben”, ergänzte Ackermann.

Investmentbanking wieder Hauptgewinnquelle

Als wichtige Gewinnquelle erwies sich wieder einmal das Investmentbanking, in dem das Institut einen Vorsteuergewinn von 4,3 Mrd. Euro erzielte.

Trotz der gestiegenen Personalausgaben und einer Erhöhung der Dividende um 25 auf 75 Cent konnte die Bank ihr Eigenkapital weiter stärken. Die Kernkapitalquote stieg von 10,1 auf 12,6 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr gab Ackermann einen verhaltenen Ausblick: “Das günstige Marktumfeld des Jahres 2009, das teilweise durch hohe Volumina und hohe Gewinnmargen geprägt war, wird so schnell nicht wiederkehren.”

Kommentare (1)

Comments
  1. Das möchte ich sehen, wie die Deutsche Bank ihren Mitarbeitern Mali abverlangt. Das wär bestimmt lustig!

    Doch die eigentliche Frage muss doch lauten, wie sieht das neue Gehaltssystem aus. Das sollte Ackermann mal die Katze aus dem Sack lassen…

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