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Anschreiben sind lästig, aber höchst wichtig

Falls Sie sich auf eine Vielzahl von Jobs bewerben – zumal online, kommen Sie möglicherweise irgendwann an den Punkt, an dem Wert eines weiteren Anschreibens zu zweifeln. Ein Anschreiben, das erklärt, wieso Sie auf die Stelle passen und das womöglich nutzlos ist.

Gelangen Sie nicht an diesen Punkt: Denn obgleich Anschreiben zeitraubend sind, sich wiederholen und nur das Offensichtliche benennen und möglicherweise nie gelesen werden, lohnen sie doch der Mühe.

“Lebenläufe tendieren dazu, sehr ähnlich auszusehen”, sagt der Head of Recruitment einer internationalen Bank. “Das Anschreiben ist gewissermaßen eine Gelegenheit, sich selbst aus der Masse hervorzuheben. Er zwingt Sie, sich anzustrengen und Ihre Motivation für diese spezielle Bewerbung zu Papier zu bringen.”

“Falls Sie auf eine spezielle Stellenanzeige eingehen, würden wir immer zu einem Anschreiben raten,” stimmt Oliver Harris von dem Recruitment-Unternehmen Robert Walters zu. “Erst das Anschreiben macht einen Lebenslauf lebendig. Er ist ein Mittel, um ihre besondere Eignung für die Aufgabe zu rechtfertigen. In dem Anschreiben können Sie diejenigen Abschnitte ihres Lebenslaufes herausstreichen, die exakt auf den fraglichen Job passen. Außerdem bietet er zusätzliche Informationen wie Verfügbarkeit, Absichten und Arbeitserlaubnis.”

Doch bedenken Sie, dass ihr sorgfältig erstelltes Anschreiben nichts zählt, falls Ihr Lebenslauf nicht zu der fraglichen Aufgabe passt.

“Wir erhalten so viele Antworten auf Anzeigen, von denen die meisten unerheblich sind, dass wir zuerst den Lebenslauf prüfen”, sagt der Direktor eines anderen Recruitment-Unternehmens. “Falls dieser interessant aussieht, schauen wir uns das Anschreiben an, um die Begründung für die Bewerbung zu ermitteln.

Er fügt hinzu, dass viele Leute ein Anschreiben verfassen, um ihre Unpassendheit zu verschleiern.

“In den meisten Fällen werden Anschreiben genutzt, um Bewerbungen zu rechtfertigen, die nicht völlig mit den spezifischen Kriterien übereinstimmen”, ergänzt er. “Falls wir nach zwei Äpfeln und einer Orange suchen und jemand hat einen Apfel und drei Orangen, dann schreiben sie im Anschreiben, wieso sie dennoch passen.”

Und im Falle eines perfekten Kandidaten, mache ein Anschreiben keinen Unterschied, fügt er hinzu: “Im Augenblick schauen die Arbeitgeber nur auf eine exakte Übereinstimmung”, fährt der Recruiter fort. “Und am Ende des Tages, falls der Lebenslauf von jemanden gut aussieht und derjenige kein Anschreiben mitgeschickt hat, werden wir ihn ohnehin kontaktieren.”

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