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CFA-Mitglieder kritisieren Provisionsstrukturen im Finanzvertrieb

Der Vertrieb von Finanzprodukten für Privatanleger und Geschäftskunden wird stärker durch die Provisionsstrukturen bestimmt als durch die Ausrichtung am tatsächlichen Bedarf des Kunden.

Das glauben fast Dreiviertel (73%) der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des CFA Institutes unter seinen Mitgliedern in der Europäischen Union. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission durchgeführt.

Darüber hinaus halten 78% der Teilnehmer es für notwendig, die Eignung bestimmter Anlageprodukte für Retailkunden zu überprüfen. Am häufigsten wurden dabei die Produktgruppen Hedgefonds (61% der Teilnehmer dafür/Zustimmung), Hedge-Dachfonds (60%) und strukturierte Anlageprodukte (56%) genannt.

“Um das Vertrauen im Markt wieder zu gewinnen, müssen die Anbieter bei der Produktauswahl verstärkt auf die Änderungen im Marktumfeld und den gestiegenen Informationsbedarf der Kunden eingehen”, sagte Iris Uhlmann, Vorstandsmitglied der German CFA Society.
Die Kundenberater sollten sicher sein, dass ihre Kunden in Finanzprodukte anlegten, die auch deren Bedürfnissen entsprechen.

“Die Ergebnisse verdeutlichen, dass im Privatkundenbereich Handlungsbedarf besteht, damit die Anleger deutlich besser informiert werden und ihre Anlageentscheidungen bedarfsgerecht treffen können”, ergänzte Charles Cronin, CFA, Leiter des CFA Institute Centre EMEA. Die Europäische Union habe zwar bereits mit der EU-Investmentdirektive (UCITS) Fortschritte beim Fondsvertrieb erzielt. Dennoch seien weitere Anstrengungen nötig, um die Verkaufspraktiken bei Lebensversicherungen und von Banken aufgelegten Anlageprodukten für den Privatanleger zu harmonisieren.”

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