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Wirtschaftswissenschaftler haben gute Jobchancen

Vergleichsweise hohe Chancen auf einen Vollzeitjob und einen guten Verdienst nach erfolgreichem Studienabschluss haben Wirtschaftswissenschaftler und -ingenieure.

Die Wahl des Studienfachs ist in Deutschland ein entscheidender Faktor für den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben geworden. Das ergab der aktuelle “Studentenspiegel 2”, eine gemeinsame Online-Umfrage von McKinsey & Company und des Nachrichtenmagazins Der Spiegel unter 25.000 Hochschulabsolventen und Berufseinsteigern.

Wirtschaftsingenieure und Betriebswirte finden demnach wie auch Elektrotechniker oder Mathematiker nach Ende ihres Studiums meist problemlos einen gut bezahlten Vollzeit-Job. Geisteswissenschaftler hingegen suchen länger nach Arbeit und verdienen in häufig befristeten Jobs deutlich weniger.

“Eine erstklassige Ausbildung in Natur-, Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften ermöglicht Studenten hervorragende Karriereperspektiven und attraktive Gehälter”, erläutert McKinsey-Deutschland-Chef Jürgen Kluge die Ergebnisse.

Die große Mehrheit der Wirtschaftswissenschaftler findet in weniger als drei Monaten nach ihrem Examen einen Arbeitsplatz. Im Gegensatz dazu dauert die Jobsuche beispielsweise bei rund einem Viertel der Anglisten, Politologen, Historiker oder Germanisten neun Monate und länger.

Auch beim Einstiegsgehalt sind Geisteswissenschaftler im Wettbewerb mit anderen Studienrichtungen oft Verlierer. Sie verdienen mit durchschnittlich 1.700 € brutto im Monat fast 50% weniger als beispielsweise Betriebswirte, Ingenieure oder Mathematiker.

Außerdem finden Geisteswissenschaftler häufig nur befristete Anstellungen. Drei von vier befragten Historikern, Politologen und auch Psychologen arbeiten ohne Festanstellung. Bei Betriebswirten, Wirtschaftsingenieuren und Informatikern ist dies nur bei einem Drittel der Fall.

Noch extremer ist die Kluft bei der Chance auf eine Vollbeschäftigung: Betriebswirte, Ingenieure und Techniker besetzen zu über 90% von Beginn an Vollzeitstellen. Dies gelingt aber nur durchschnittlich 65% der Geisteswissenschaftler. Rund ein Drittel muss sich mit Teilzeit-Jobs über Wasser halten.

Bei Absolventen mit wirtschaftswissenschaftlichen Studienhintergründen zeigt die Studie: Ein Universitätsstudium hat Vor- und Nachteile gegenüber einem Fachhochschulstudium: Zwar finden Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker mit FH-Abschluss schneller einen festen Vollzeit-Job als Uni-Absolventen. Doch verdienen sie beim Start ins Berufsleben monatlich weniger als Uni-Abgänger der gleichen Fachrichtung – beispielsweise rund 300 € bei Wirtschaftsinformatikern und Wirtschaftsingenieuren.

Kommentare (2)

Comments
  1. Die Verdienstmöglichkeiten sind immer branchenbezogen und können nicht absolut festgelegt werden. Sie hängen stark von der Unternehmensgröße ab und liegen in Ostdeutschland wohl wesentlich hinter den hier gemachten Angaben. Zudem wird sich durch den mangelnden Wettbewerb unter den Hochschulen ein Qualitätsdefizit bei der Grundlagenausbildung ergeben.

  2. Dass Gehälter nicht absolut festgelegt werden können, haben Durchschnittsgehälter ja so an sich. Hier geht es ja um die Tendenz – und die scheint ja deutlich zu sein, sowohl bei den Gehältern als auch bei den Einstiegschancen.

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