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Das ultimative Ranking für das erste Halbjahr: Welche Banken am besten zahlen und wo die Mitarbeiter ihr Geld wert sind

Nachdem die wichtigsten Banken in Deutschland ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht haben, ist es wieder einmal Zeit für unser ultimatives Ranking: Wer zahlt am besten und wo sind die Mitarbeiter ihr Geld wert.

Von den sechs deutschen Landesbanken haben es bis dato leider nur Helaba und Landesbank Berlin (LBB) geschafft, ihre Ergebnisse für die ersten sechs Monate vorzulegen. Die WestLB hat sich nicht einmal getraut, die Zahlen für das erste Quartal (!) zu präsentieren.

Um die Ergebnisse der deutschen Banken ins rechte Licht zu rücken, haben wir auch einige ausländische Institute aufgenommen. Damit zeigt sich, wie sich die deutschen Häuser im globalen Wettbewerb schlagen.

Quelle: Geschäftsberichte

Goldman Sachs zeigt wieder einmal, wieso die US-Bank das Maß aller Dinge ist. Mit einem Vorsteuergewinn pro Kopf von umgerechnet 110.000 Euro führt das Wall Street-Haus das Ranking souverän an. Allerdings kommt die Hypo Vereinsbank (HVB) mit stolzen 100.000 Euro fast an Goldman Sachs heran. Dies ist umso erstaunlicher, als die HVB auch ein umfangreiches Filialnetz fürs Retailgeschäft unterhält, worauf die US-Investmentbank wohlweislich verzichtet.

Unter den deutschen Instituten folgt ebenso überraschend eine Landesbank auf dem zweiten Platz: Jeder Mitarbeiter der Helaba generierte durchschnittlich einen Vorsteuergewinn von über 55.000 Euro. Trotz des superstarken Frankens können die Schweizer Platzhirsche UBS mit umgerechnet gut 51.000 und die Credit Suisse mit über 46.000 Euro nicht mithalten. Durch die Übernahme der Postbank schneidet auch die Deutsche Bank mit etwa 33.000 Euro recht enttäuschend ab.

Quelle: Geschäftsberichte

Falls jemand die Meinung vertritt, dass es einen inneren Zusammenhang zwischen Mitarbeitervergütungen und Gewinnen gibt, dann ist er offenkundig einem Vorurteil aufgesessen. Denn abgesehen von Goldman Sachs zahlen Credit Suisse (ca. 122.000 Euro), UBS (gut 110.000 Euro) sowie die Deutsche Bank (gut 75.000 Euro) am besten – obgleich dort der Gewinn pro Kopf eher durchschnittlich ausfällt.

Die Schweizer Mitarbeiter der Credit Suisse und der UBS profitieren dabei von der Frankenstärke, während der Personalaufwand pro Kopf bei der Deutschen Bank rein rechnerisch durch die Integration der Postbank abgestürzt ist. Trotz der ausgesprochen üppigen Gewinne zeigen sich HVB (48.000 Euro) und Helaba (42.000 Euro) gegenüber ihren Mitarbeitern vergleichsweise geizig.

Quelle: Geschäftsberichte

Bei der Kostenertragsquote zeigt sich schließlich, welche Mitarbeiter ihr Geld wirklich wert sind. Denn den größten Kostenfaktor stellen bei Banken traditionell die Personalaufwendungen dar. Mit einer Quote von um die 50 Prozent sichern sich hierbei HVB und Helaba die ersten Plätze, was die Münchner Tochter der Unicredit nicht davon abhielt, einen umfangreichen Personalabbau anzukündigen.

Obgleich die Commerzbank ihr Kostensenkungsprogramm im Zuge der Dresdner Bank-Integration und der Krisenbewältigung noch nicht abgeschlossen hat, fällt die Kostenertragsquote mit 70 Prozent schon heute leicht besser als beim deutschen Branchenprimus mit 70,4 Prozent aus.

Bei einem Blick auf die Kostenertragsquote der UBS (75 Prozent) und de Credit Suisse (80,8 Prozent) springt ins Auge, wieso die Schweizer Institute einen umfangreichen Personalabbau angekündigt haben. So erweist sich der starke Schweizer Franken als Segen und Fluch sogleich. Denn er lässt die Gehälter im internationalen Vergleich ebenso ansteigen wie die Kosten. Mithin hat der Euro auch seine Vorteile.

Kommentare (1)

Comments
  1. I like den grundsätzlich hilfreichen Vergleich, aber hat jemand fairerweise auch mal über unterschiedliche Geschäftsmodelle und vor allem Capital employed nachgedacht? Hier scheint eher ein Grund für die Unterschiede zu liegen.

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