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K 1-Affäre mit neuem Tiefpunkt: Hedgefondsmanager erschießt sich selbst

Nachdem der Gründer der umstrittenen Hedgefonds-Gesellschat K 1 Invest Ltd. Helmut Kiener bereits seit Monaten in deutscher Untersuchungshaft schmort, wollte die spanische Polizei seinen Kompagnon Dieter Frerichs in seinem Luxusanwesen auf Mallorca festnehmen.

Doch der 72jährige flüchtete sich in die Steilküste, setzte sich seine Pistole an den Kopf und schoss. Die Polizei ließ den angeschossenen Frerichs per Hubschrauber in ein Krankenhaus der spanischen Ferieninsel fliegen, wo Frerichs kurz darauf verstarb.

Topmodell bezichtigt spanische Polizei des Mordes

Da es sich bei Frerichs Stieftochter um das spanische Topmodell Fiona Ferrer handelt, gewann die Angelegenheit in der Presse des Mittelmeerstaates an Brisanz.

Ferrer hat die spanische Polizei umgehend bezichtigt, den schillernden Hedgefondsmanager erschossen zu haben, was die Polizei der Mittelmeerinsel abstreitet. In Mallorca wurde unterdessen eine Obduktion des 72jährigen angeordnet.

Die Waffe, aus der sich der tödliche Schuss gelöst hatte, konnte zunächst nicht gefunden werden. Doch mittlerweile soll die Polizei laut mallorquinischen Medien Frerichs Waffe entdeckt haben.

Frerichs sollte bereits vor einiger Zeit verhaftet werden. Der Beschuldigte konnte sich jedoch aufgrund gesundheitlicher Probleme bislang einer Auslieferung an Deutschland entziehen.

Millionen flossen in Luxusvillen, Flugzeuge und Helikopter

Helmut Kiener und Dieter Frerichs wurden von der deutschen Justiz beschuldigt, Banken und Privatanleger mit ihren Hedgefonds um einen dreistelligen Millionenbetrag geprellt zu haben.

Zu den Geschädigten zählen auch namhafte Großbanken wie BNP Paribas oder Barclays Capital, die sich mit Millionen in Kieners Finanzvehikeln engagierten. Diese Hedgefonds waren juristisch auf den britischen Jungferninseln angesiedelt, womit sie nicht der deutschen oder europäischen Finanzaufsicht unterlagen.

Umso erstaunlicher ist es, dass selbst Großbanken bei Kiener investierten, obgleich Kiener von der Bafin bereits in 2010 derartige Geschäfte in Deutschland untersagt worden waren.

Den Vorwürfen zufolge soll Kiener mit den Anlegergeldern sein Luxusleben finanziert haben, zu dem Anwesen in Florida, Privatflugzeuge und Helikopter zählten.

Auch Frerichs steuerte laut Medieninformationen seine Geschäfte von einem Büro in der Altstadt von Palma de Mallorca aus und residierte in einer Luxusvilla an der Küste. In den 70er Jahren hatte Frerichs sich als Kneipenbetreiber in der Münchener Schickeria einen Namen gemacht.

Kommentare (1)

Comments
  1. Bei Banken arbeiten offensichtlich viele Leute von sehr niedriger Intelligenz. Die BaFin hat schon 2001 vor Kiener gewarnt und trotzdem schmeißen einige Großbanken mit Millionen um sich. Das ist wirklich schockierend!

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