☰ Menu eFinancialCareers

GASTBEITRAG: Fünf Tipps, wie Ihr das Maximum aus Spring Weeks herausholt

Handelsraum Deutsche Bank

Bei „Spring Weeks“ handelt es sich um Kurzpraktika in den Frühjahrssemesterferien, die einen ersten Vorgeschmack aufs Banking vermitteln. Tatsächlich stellen sie den ersten Schritt auf dem Weg zu einem Job im Investment Banking dar.

Mittlerweile habe ich einige Jahre in der Londoner City auf dem Buckel und habe zwei Spring Weeks bei führenden Investmentbanken verbracht als ich noch ein Student war. Sie führten direkt zu zwei Sommerpraktika, die wiederum zu zwei Übernahmeangeboten überleiteten – ich durfte also auswählen. Daher betrachte ich die Spring Weeks gewissermaßen als das Fundament meiner Karriere.

Von daher stellt es schon eine Schande dar, dass solche Spring Week-Praktikanten in unserem Unternehmen auftauchen ohne auch nur die geringste Ahnung, wie sich daraus das Meiste machen lässt. Wer an einem solchen Programm teilnimmt, muss sich anständig vorbereiten.

1. Welchen Zweck verfolgt die Bank mit Spring Weeks?

Die Spring Weeks dienen dazu, die Sommerpraktika mit geeigneten Teilnehmern zu befüllen, aber einige versuchen sich abzusichern. So stellen einige weitaus mehr Plätze in Ihren Spring Weeks zur Verfügung als in ihren Sommerpraktika. Die Schnupperpraktika dienen also schlicht dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen. Für andere Banken wiederum handelt es sich nur um einen Kanal unter vielen, um die Praktikumsplätze im Sommer zu füllen. Daher gibt es auch weitaus mehr Plätze in den Sommerpraktika als in den Spring Weeks. Ihr solltet also als erstes herausfinden, wie viele Plätze bei den Sommerpraktika tatsächlich zur Verfügung stehen. Falls es nicht genügend Plätze für alle Spring Week-Teilnehmer gibt, dann müsst Ihr Euch umso mehr anstrengen, Kontakte aufzubauen, aus den Gruppenaktivitäten hervorzustechen und die Kompetenzen und das Wissen aufzubauen, um die späteren Vorstellungsgespräche zu überstehen.

Falls Ihr das Glück habt, an Spring Weeks mit einer geringeren Konkurrenz teilzunehmen, dann braucht Ihr Euch weniger darauf zu konzentrieren, einen Platz in den Sommerpraktika zu erhalten, und könnt mehr Zeit darauf verwenden, die Bank kennenzulernen: Wie funktioniert alles und wo könntet Ihr Euch vorstellen, später einmal zu arbeiten?

2. Versucht Kontakte aufzubauen!

Viele Mitarbeiter nehmen sich etwas Zeit für die Teilnehmer der Spring Weeks, was schon allein eine große Chance darstellt. Nutzt die Gelegenheit, um erste Kontakte zu knüpfen. Und lernt auch die anderen Praktikanten kennen.

Durch das Gespräch mit Bankern könnt Ihr vor allem herausfinden, für welche Bereiche Ihr arbeiten möchtet. Denn wenn es Euch tatsächlich gelingt, ein Sommerpraktikum zu erhalten, dann könnt Ihr sofort versuchen, in Euer Wunschteam zu gelangen.

Ein Netzwerk innerhalb der Bank aufzubauen, stellt auch eine Form der Selbstvermarktung dar. Ganz gleich, wie groß die Bank auch ausfällt, werdet Ihr überrascht sein, wie schnell man sich einen Namen machen kann.

Noch heute pflege ich den Kontakt zu Leuten, die ich in den Spring Weeks kennengelernt habe. Mittlerweile sind sie über Finanzdienstleister in aller Welt verteilt. Damit habe ich auch Kontakte, die mir bei meiner Karriere weiterhelfen können. Immer wieder werdet Ihr ehemaligen Teilnehmern aus Euren Spring Weeks über den Weg laufen.

3. Informiert Euch über die Branche

Die Spring Weeks dienen natürlich auch dazu, den Teilnehmern eine Einführung ins Banking zu vermitteln und die Banken geben sich viel Mühe, Euch die Grundlagen zu erklären. Dennoch müsst Ihr Euch vor dem Praktikum gründlich über die Branche und das jeweilige Unternehmen informieren.

Denn mit einer gründlichen Vorbereitung gerät Ihr nicht in die Defensive. Wer die Mühe scheut, fällt rasch hinter die übrigen Teilnehmer zurück, die sich mehr Mühe gegeben haben.

Zweitens hilft Euch das beim Networking mit den Bankern. Wenn diese immer erst fünf Minuten darauf vergeuden müssen, Euch die einfachsten Grundlagen zu erklären, dann dringt Ihr niemals zu spannenderen Gesprächen vor.

Schließlich helfen Euch Vorkenntnisse über die Branche dabei, Euch voll auf die Spring Weeks zu konzentrieren und herauszufinden, wo Ihr später einmal arbeiten möchtet. Wer schon ein wenig Vorwissen mitbringt, weiß, welche Leute er kennenlernen möchte und welche Veranstaltungen den meisten Mehrwert bedeuten. Andernfalls fällt alles ein wenig überwältigend aus.

4. Versucht nicht als Ballast wahrgenommen zu werden

Spring Weeks sollen ein wenig Spaß machen. Ihr tragt keinerlei Verantwortung und es stellt womöglich die einzige Zeit in Eurer Karriere dar, in der die Banken Euch tatsächlich von sich überzeugen wollen. Es wird auch einige Partys geben – genießt sie. Schließlich wollt Ihr, dass die Leute Euch mögen und dass Ihr die Leute kennenlernt, wenn sie ihre Schilder ein wenig heruntergefahren haben.

Macht bloß nichts Dummes. Besauft Euch nicht bei der Party, nimmt den Mund nicht zu voll und zeigt keinerlei Verhalten, welches die Personalabteilung stören könnte. Andernfalls hat sich die Angelegenheit rasch erledigt.

5. Hütet Euch vor Prahlerei

Falls Ihr das Glück habt, mehrere Praktika zu bekommen, dann prahlt nicht damit. Das mag kleinlich klingen, aber beim Investment Banking handelt es sich um eine kleine, konkurrenzintensive und neiderfüllte Welt. Falls Eure bevorzugte Bank den Eindruck gewinnt, dass Ihr ein anderes Angebot vorzieht, dann werden sie sich nicht um Euch bemühen. Dies kann darauf hinauslaufen, dass Ihr kein Sommerpraktikum erhaltet. Denkt politisch und taktisch – dabei handelt es sich um ein notwendiges Übel.

Erinnert Euch auch an Euer eigentliches Ziel: Ich wollt einen Platz in einem weiterführenden Praktikum erhalten. Dazu stellen Spring Weeks einen wichtigen Schritt dar. Es geht darum, die erste Tür auf den Weg ins Investment Banking aufzustoßen.

James Smith hat zwei Angebote für eine Einstiegsposition in M&A erhalten. Stattdessen hat er eine Stelle bei einer Strategieberatung angenommen.

Kommentare (0)

Comments

Ihr Kommentar wird gerade geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird es live gestellt.

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier