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Was Analysten und Associates 2017 im Londoner Investment Banking kassieren

Salaries and bonuses bankers in London

Die Bonussaison ist bei den meisten Banken durch. Daher ist es Zeit, jetzt Bilanz zu ziehen. Laut den Erhebungen des Recruitment-Unternehmens Dartmouth Partners sind die Vergütungen bei Analysten (bis drei Jahre Berufserfahrung) und Associates (drei bis sechs Jahre Berufserfahrung) in London gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Dagegen machen die Ränge vom Vice President aufwärts (ab sechs Jahre Berufserfahrung) vermehrt Bekanntschaft mit dem Rotstift.

„Analysten und Associates blieben weitgehen verschont“, versichert Dartmouth Partners-Chef Logan Naidu. „Je höher Sie in der Nahrungskette stehen, desto höher fällt die Chance auf eine Enttäuschung aus. Die meisten Vice Presidents sind frustriert. Directors und Managing Directors eher noch mehr.“

Laut Dartmouth Partners können Einsteiger in M&A und im Kapitalmarktgeschäft bei renommierten Investmentbanken an der Themse etwa 72.000 Pfund (83.000 Euro) verdienen (Gehalt plus Bonus). Nach sieben Jahren klettert diese Summe auf etwa 202.000 Pfund (233.000 Euro).

Zumindest im Juniorbereich scheint Frankfurt mithalten zu können

Und wie sieht es in Mainhattan aus? Headhunter Jan Graffelder aus Frankfurt schätzt, dass die Vergütungen hierzulande etwa 10 bis 15 Prozent und in der Spitze 20 Prozent geringer als an der Themse ausfallen. Dabei handle es sich jedoch nur um eine erste Einschätzung.

Doch der Teufel liegt im Detail. Laut Headhunterin Sabrina Tamm von Financial Talents in Frankfurt fallen die Grundgehälter bei Einsteigern sogar höher aus als auf der Insel. „Fast alle beginnen mit über 60.000 pro Jahr”, beobachtet Tamm. Angesichts der geringeren Lebenshaltungskosten könne man damit in Frankfurt auch ohne Bonus gut zurechtkommen. „Allein die Mieten sind in London viel teurer.” Bei den Associates lägen die Vergütungen nicht allzuweit von denen in London entfernt. „Ein Grundgehalt von 130.000 Euro für Associates in ihrem zweiten Jahr hat sich in vielen Banken in Frankfurt etabliert”, ergänzt Tamm.

Die meisten Banken fürchteten, dass Senior Analysts und Junior Associates zu Private Equity und Corporates wechseln, weshalb sie ihre Mitarbeiter mit attraktiven Vergütungen an die Bank zu binden versuchen. „Hervorzuheben ist dabei, dass schnelle Beförderungen zum Associate in den letzten beiden Jahren sehr regelmäßig vorkamen und so der Analyst im dritten Jahr immer öfter wegfiel.”

Wie die Vergütungen bei den einzelnen Banken in London ausfallen

Besonders interessant sind auch die Abweichungen bei den einzelnen Banken, wobei die bestzahlenden Institute nicht unbedingt die einschlägigen Verdächtigen sind. So zählen JP Morgan und die Bank of America regelmäßig zu den großzügigsten Instituten. Die UBS liegt bei den Associates vorn. Bei den Associates im dritten Jahr beläuft sich die Spanne zwischen dem Spitzenreiter UBS und dem Schlusslicht Bank of America auf 10.000 Pfund (11.500 Euro).



 

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