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Kahlschlag: Wo die Jobs bei der Commerzbank wegfallen sollen

Commerzbank

Commerzbank-Chef Martin Zielke will die Axt an den Mitarbeiterstamm legen.

Immer mehr Details sickern über den Kahlschlagbei der Commerzbank durch. So berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass 8450 der 9600 abzubauenden Jobs allein auf das Inland entfallen und 1150 aufs Ausland, was 88 Prozent entspräche.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) konzentriere sich der Kahlschlag abermals auf das Filialgeschäft. Dort sollen 4800 der noch 11.000 Stellen gestrichen werden. Diese Zahl wolle die Bank weniger durch Standortschließungen als durch ein „Abspecken“ der noch rund 1000 Filialen erreichen.

Weitere 2900 Jobs sollen in der Frankfurter Zentrale wegfallen, in der noch 10.200 Mitarbeiter beschäftigt sind. Dies plant die Commerzbank vor allem durch Digitalisierung und Automatisierung umzusetzen, was für ein Streichkonzert im Back Office spricht.

Darüber hinaus rechnet der Vorstand der FAZ zufolge mit einem Wegfall von 600 Stellen im Investment Banking; allein durch den Verkauf des ETF-Geschäfts sollen 500 Stellen entfallen. Brancheninsider bezweifeln allerdings, dass die ETF-Sparte tatsächlich derart viele Mitarbeiter beschäftigt.

Entwarnung gibt es indes für die Comdirect-Mitarbeiter. Die Online-Bank soll ebenso wie Commerz Real und die polnische M-Bank vom Abbau ausgenommen werden.

Unterdessen hält es der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) für verfrüht, konkrete Zahlen herumzureichen. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat des Konzerns und der Tochtergesellschaften seien voll im Gange. „Der Konzern wird sich mit seinen Plänen sicher nicht vollständig durchsetzen. Am Ende werde man sich irgendwo in der Mitte treffen“, sagte ein DBV-Sprecher.

Vor zwei Wochen hatte Commerzbank-Chef Martin Zielke den Abbau von 9600 Stellen bis 2020 angekündigt. Da im gleichen Zeitraum auch 2300 neue Stellen geschaffen werden sollen, ergebe sich ein Nettoabbau von 7300 Jobs.

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