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Sollten Sie bei Trafigura arbeiten?

Die Financial Times ist in den Besitz eines Anleiheprospekts gekommen, das von dem verschwiegenen Schweizer Rohstoffhändler Trafigura herausgegeben wurde. Es zeugt von einer erstaunlichen Profitabilität des Unternehmens.

Trafigura hat unterdessen abgelehnt, uns ihren Prospekt zugänglich zu machen. Doch nach den FT-Informationen können wir festhalten, dass Trafigura in 2009 einen Gewinn von 1 Mrd. Dollar verzeichnet hat. Damit fällt der Gewinn nicht nur doppelt so hoch aus wie 2008, sondern auch doppelt so hoch, wie von den wichtigsten Mitbewerbern für das abgelaufene Geschäftsjahr erwartet worden war.

Da Trafigura nach eigenen Angaben rund 1900 Mitarbeiter beschäftigt, entfällt auf jeden Beschäftigten ein durchschnittlicher Gewinn von 526.000 US-Dollar gegenüber 411.000 Dollar bei Goldman Sachs in 2009.

Dies sollte zu einer großzügigen Mitarbeitervergütung führen.

Der Global Head of Commodities bei dem Headhunter Kinsey Allen Mark Tomlinson sagt, dass diese Handelshäuser üblicherweise einen viel größeren Anteil ihrer Gewinne an die Rohstoffhändler auszahlen, als es bei Banken üblich ist.

“Bei Banken ist alles zwischen 4 bis 10 Prozent möglich”, sagt Tomlinson. “In Rohstoff-Handelshäusern kann dies auf 8-20 Prozent steigen, wobei es sich in vielen Fällen um Barzahlungen handelt, während Banken dazu neigen, einen höheren Anteil in Aktien auszuzahlen.”

Leider sind die Möglichkeiten von Banken zu diesen Handelshäusern zu wechseln eher begrenzt. Handelshäuser bevorzugen es, Trader mit Erfahrung im physischen Handel einzustellen.

“Handelshäuser werben sich meist gegenseitig die Mitarbeiter ab oder aber von Versorgungsunternehmen”, sagt der Chef eines anderen auf Rohstoffe spezialisierten Headhunters. “Es ist leichter von einer Bank zu einem Unternehmen wie Trafigura zu wechseln, wenn Sie im Risikomanagement arbeiten.”

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