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Fünf Hausaufgaben, die Sie vor einem Jobwechsel erledigen müssen

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Ein Jobwechsel stellt in den Finanzdienstleistungen immer ein kleines Wagnis dar. Umso wichtiger ist es, dass Ihnen kein Fehler unterläuft. Wir haben die fünf Hausaufgaben zusammengestellt, die Sie vor einer Kündigung erledigen müssen.

1. Informieren Sie sich und lesen Sie das Kleingedruckte

Vor einer Kündigung sollten sich Wechselwillige ganz genau informieren, wie ihr Arbeitgeber mit Mitarbeitern verfährt, die aus eigenem Antrieb kündigen. Das empfiehlt zumindest Karriereberaterin Janet Raiffa, die früher das Absolventen-Recruitment von Goldman Sachs leitete. „Wenn Sie Zugang zu vertraulichen Informationen haben oder in einer sensiblen Position arbeiten, dann kann ein Unternehmen darauf bestehen, Sie früher freizusetzen als es Ihnen lieb ist“, warnt Raiffa.

2. Schauen Sie auf den Kalender

Einen der wichtigsten Gesichtspunkte bei einer Kündigung stellt ein geschicktes Timing dar. Denken Sie darüber nach, welche Folgen Ihr anstehender Abgang haben wird, empfiehlt Karriereberaterin Maggie Mistal von MMM Career Consulting. „Steht bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber ein großes Meeting an, welches Sie leiten sollen, oder müssen Sie ein Geschäft mit einem Kunden unter Dach und Fach bringen?“, fragt Mistal. „Gibt es bei Ihrem neuen Arbeitgeber ein neues Projekt oder Team, bei dem Ihre Kompetenzen und Erfahrungen benötigt werden?“

3. Verhandeln Sie mit Ihrem Noch-Arbeitgeber

Fragen Sie sich selbst: Müssen Sie frühzeitig kündigen und wie können Sie den Übergang so erledigen, dass alle Beteiligten am besten davonkommen? Akzeptieren Sie das Angebot, weil sie es wirklich haben wollen oder handelt es sich nur um die erste Gelegenheit, um den alten Arbeitgeber zu verlassen? Fühlen Sie sich beim alten Arbeitgeber missachtet und geringgeschätzt?

„Wenn ein neuer Jobtitel oder eine Gehaltserhöhung Sie davon überzeugt, beim bisherigen Unternehmen zu bleiben, dann rate ich auf Grundlage des neuen Angebots mit Ihrem aktuellen Arbeitgeber zu verhandeln“, meint Raiffa. „Manchmal merken Arbeitgeber erst, wie wichtig ein Angestellter ist, wenn sie ihn zu verlieren drohen.“

4. Verhandeln Sie mit Ihrem neuen Arbeitgeber

Falls Ihnen ein Unternehmen ein Angebot macht, dann sollten Sie immer zunächst verhandeln, bevor Sie es annehmen. Und Sie sollten auch bereit sein es auszuschlagen, wenn sich der Arbeitgeber weigert Ihnen entgegenzukommen.

„Sie müssen sich auch klar darüber sein, in welchen Zeitrahmen Sie das Angebot annehmen müssen, etwas auszuhandeln versuchen und Ihre Fragen beantwortet bekommen, bevor sie das Angebot annehmen“, sagt Raiffa. „Ich kenne Leute, die versucht haben das Gehalt oder andere Vergünstigungen zu verhandeln, nachdem sie ein Angebot angenommen haben. So etwas ist selten von Erfolg gekrönt.“

Karrierecoach Connie Thanasoulis-Cerrachio von SixFigureStart rät Wechselwilligen die folgenden Punkte auszuhandeln und schriftlich zu fixieren:

Aktienoptionen und Boni: Wie hoch fallen Ihre aktuellen Ansprüche aus aufgeschobenen Boni aus und wann steht deren Auszahlung an? Sie sollten den neuen Arbeitgeber so früh wie möglich fragen, wie er mit ihren aufgelaufenen Bonusansprüchen ihres alten Arbeitgebers verfährt. Oftmals verfallen diese bei einer Kündigung beim alten Arbeitgeber. Daher sollte der neue Arbeitgeber die aufgelaufenen Ansprüche in seine eigenen Instrumente überführen.

Vergünstigungen: Beachten Sie auch die Vergünstigungen, die Ihr Arbeitgeber jenseits von Gehältern und Boni gewährt. Wie sieht es beispielsweise mit einer zusätzlichen Altersvorsorge oder freier Mitgliedschaft in einem Fitnessclub aus? All diese Dinge können erhebliche Summen ausmachen.

Kontaktinformationen: Nichts ist für die langfristige Karriereentwicklung wichtiger als die richtigen Leute zu kennen. Daher sollten Sie sicherstellen, dass Sie sämtliche Kontaktdetails aller wichtigen Personen beim Ausscheiden mit sich nehmen.

5. Gönnen Sie sich eine Pause

Bevor Sie Ihre Kündigung einreichen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, das Timing zwischen der Beendigung ihres aktuellen Jobs dem Beginn des neuen Jobs zu durchdenken. Oft lohnt es sich eine kleine Pause zwischen zwei Jobs zu gönnen. „Sich eine Auszeit zwischen den Jobs zu nehmen, erlaubt es Ihnen ein wenig herunterzukommen, sich auszuruhen und neue Energie zu sammeln“, sagt Mistal. „Ich hatte schon Kunden, die diesen Rat nicht angenommen haben und nur das Wochenende zwischen zwei Jobs frei hatten.“

„Sie haben den neuen Job mit weniger Energie und mehr Abneigung angetreten als wenn sie sich einige Wochen Urlaub gegönnt hätten.“

Außerdem handelt es sich um die seltene Zeit zwischen zwei Jobs, in denen sich Menschen im Erwachsenenalter tatsächlich eine längere Auszeit ohne berufliche Verpflichtungen leisten können. Sie müssen keine E-Mails beantworten, niemand ruft Sie an, Sie müssen keine Deadlines beachten und Sie müssen eigentlich gar nichts machen. Das sollten Sie genießen.

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