☰ Menu eFinancialCareers

Commerzbank-Restrukturierung könnte bis zu 9000 Jobs kosten

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Foto: Julia Schwager, Commerzbank AG

Ein weiterer schwarzer Freitag für die Mitarbeiter der Commerzbank. Laut dem US-Sender CNBC könnte die erneute Restrukturierung der Gelben bis zu 9000 Jobs hauptsächlich im Back Office sowie im Investment Banking kosten. Damit würde fast jede fünfte der noch etwa 50.000 Stellen wegfallen.

Bereits vor einer Woche hatte das Handelsblatt berichtet, dass der Konzern eine Aufspaltung seiner erfolgreichen Mittelstandsbank plane. Demnach sollen die größeren Unternehmenskunden dem Geschäftsbereich Corporates & Markets und die kleineren dem Filialgeschäft zugewiesen werden. Eine solche Restrukturierung erlaube massive Einsparungen in den unterstützenden Tätigkeiten. Darüber hinaus plane die Commerzbank weitere Einschnitte im Trading-Geschäft.

Laut CNBC plane die Commerzbank ihre Pläne kurz nach der Aufsichtsratssitzung am 29. September zu publizieren.

Dennoch bleibt die Frage, wie durch eine Aufspaltung der Mittelstandsbank ein Abbau von 9000 Stellen bewerkstelligt werden kann. Denn dem Geschäftsabschluss zufolge waren in der Mittelstandsbank per Ende 2015 keine 5400 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Großteil des Abbaus würde also wahrscheinlich auf die knapp 16.400 Beschäftigten entfallen, die die Bank unter Sonstige und Konsolidierung auflistet. Branchenbeobachter hatten in der Vergangenheit wiederholt behauptet, dass die Commerzbank nach der Integration der Dresdner Bank immer noch einen Überhang im Back Office habe.

Angesichts stagnierender oder sogar sinkender Erträge und wachsender Regulierungskosten versuchen die meisten Banken die Kosten für das Back Office zu senken, um so die Profitabilität zu steigern. Die Commerzbank hatte im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von nur 615 Mio. Euro erzielt, wovon ausgerechnet 412 Mio. auf die Mittelstandsbank entfielen.

Der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) hat keine genaueren Informationen zu dem Vorgang. Der Leiter der DBV-Geschäftsstelle Frankfurt Oliver Popp bezeichnete dies als “Planspiele” und warnte neue Unruhe in die Bank zu bringen. Mit der Integration und der Agenda 2016 seien bereits rund 10.000 Stellen weggefallen.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

E-Mail

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier