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GASTBEITRAG: Sechs Tipps, um mit unausstehlichen Kollegen zurechtzukommen

Schwierige Kollegen

Das muss nicht sein. (Foto: Nikada/Getty Images)

Eine Karriere in den Finanzdienstleistungen bringt viele Herausforderungen mit sich. Sie müssen gleichzeitig mit mehreren Problemen jonglieren können. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sie stets über Realtime-Zahlen verfügen, ein Auge auf die ausländischen Märkte werfen und einen rasiermesserscharfen Verstand haben, wenn es um die Vorhersage von Trends oder um Käufe und Verkäufe geht. Nicht zuletzt müssen Sie auch einen Weltklassekundendienst bieten.

Sicherlich sind Sie ein Vollprofi, der mit allem zurechtkommt, ohne sich anmerken zu lassen, wie ihm der Schweiß herunterläuft. Doch es gibt etwas, das auch den talentiertesten Jongleur aus dem Takt bringt: ein schwieriger Kollege. Dabei bedeutet schwierig alles, was Ihre Arbeit beeinträchtigt. Manchmal handelt es sich einfach um jemanden, der Ihnen auf die Nerven fällt. Doch eine solche Angelegenheit kann außer Kontrolle geraten und sogar Ihr Privatleben in die Hölle verwandeln.

Hier einige Tipps, wie Sie mit der Situation zurechtkommen:

1. Lassen Sie sich nicht in die Opferrolle drängen

In der rauen Welt der Finanzdienstleistungen müssen Sie hart bleiben. Allerdings stellt es schon einen Unterschied dar, ob Sie über Rückschläge jammern oder das Problem bei den Hörnern fassen. Es ist wichtig, dass Sie für Ihre ureigenen Interessen kämpfen und jede Belästigung sofort stoppen. Wenn Sie jemanden damit durchkommen lassen, wird es nur noch schlimmer.

Indem Sie ein Problem in sich hineinfressen, wird es noch längst nicht gelöst. Vielleicht müssen Sie sogar das Management oder die Personalabteilung einschalten. Niemand steht gerne als Petze dar. Falls sich jemand allerdings etwas Ernstes zuschulden kommen lässt, dann muss dies auch gemeldet werden. Dazu zählen Belästigungen, Bedrohungen oder kriminelle Handlungen.

2. Sprechen Sie die Probleme an

Wenn Sie lange mit einem Problem zu kämpfen haben und sich abschließen, dann verlieren Sie rasch den Überblick. Finden Sie Leute, zu denen Sie Vertrauen haben, und fragen Sie sie nach ihrer Einschätzung. Gehen Sie es wie jedes andere Meeting zur Problemlösung an und versuchen Sie die beste Lösung zu finden. Ebenso wie Sie eine neue Investitionsidee mit anderen Leuten besprechen, um eine andere Ansicht zu hören, stellt ein Gespräch über den nervenden Kollegen den besten Weg dar, um damit zurechtzukommen.

Manchmal genügt es schon, ein Problem laut auszusprechen, um sich besser zu fühlen. Dabei stellt man oft fest, dass das Problem gar nicht so groß ist, wie man ursprünglich dachte. Außerdem fühlen Sie sich bei der Entscheidung besser, welche Schritte Sie unternehmen müssen.

3. Suchen Sie das vertrauliche Gespräch

Falls das Problem mit der schwierigen Person nicht die Einbeziehung des Managements erfordert, sollten Sie zunächst das persönliche Gespräch wählen. Dabei sollten Sie das Gespräch so konstruktiv wie irgend möglich anlegen. Konzentrieren Sie sich auf die Stärken des Kollegens und wo er Verbesserungen mit wenig Aufwand erreichen kann. Hören Sie aufmerksam und gutmütig zu.

Machen Sie sich niemals über den Kollegen lustig, würdigen Sie ihn niemals herab und werden Sie niemals so wütend, dass Sie Brücken abbrechen. Ein solcher Ansatz wirft nur ein schlechtes Licht auf Sie und das schadet Ihnen.

4. Werfen Sie einen Blick in den Spiegel

Bevor Sie sich über Untaten anderer aufregen, sollten Sie erst einmal prüfen, ob Sie sich nicht ähnlich verhalten. Bevor Sie sich als Autorität im guten Benehmen aufspielen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie nicht im Glashaus sitzen.

5. Stärken Sie Ihre Position durch die korrekte Vorgehensweise

Seine Position durchzusetzen fällt leichter, wenn es bereits eine offizielle Vorgehensweise und Verfahren gibt. Falls jemand nicht unausstehlich ist, aber die Büroregeln missachtet, dann haben Sie umso mehr Gründe sich zu beschweren.

6. Seien Sie bereit zu vergeben und zu vergessen

Falls das Problem abgestellt werden kann, dann sollten Ihrem Kollegen einen Neustart erlauben und weitermachen. Verzichten Sie auf Häme, wenn sich die Dinge zu Ihren Gunsten entwickeln und verwenden Sie nicht die Vergangenheit gegen diesen Kollegen. Schließlich wollen Sie nicht den Vorteil einer moralischeren Position für den Untergang im Treibsand riskieren. Belassen Sie es dabei und kehren Sie zu einem sicheren und produktiven Arbeitsumfeld zurück und üben Sie keine Rache.

Ein problematischer Kollege ist wie ein Bärenmarkt: Sie treffen wenigstens einmal im Leben darauf. Wenn Sie die richtigen Optionen wählen und Ihre Investitionen sorgfältig abwägen, dann werden Sie die schwache Phase überstehen und bereit für den nächsten Bullenmarkt sein.

Lisa Copeland ist Expertin für die Kultur am Arbeitsplatz und beteiligt sich am Leaderhip-Team „The Culture works“.

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