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Berlin kämpft mit neuem Wirtschaftsbüro in London um Brexit-Jobs

Berlin Fintech

Ganz oben auf der Berliner Wunschliste stehen Fintech-Jobs (Foto: Getty Images)

Der Brexit ist nicht einmal beantragt, schon bringen sich die Lobbyisten in Stellung. Nachdem die Berliner Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzar (CDU) bereits einen Werbebrief für den Standort an britische Unternehmer versandt hat, will das Land jetzt Anfang September ein eigenes Wirtschaftsbüro in London eröffnen. Damit zielt Yzer auf Londoner Jobs.

„Wir haben Bereits ein ähnliches Büro in Istanbul“, sagt ein Sprecher der Senatorin. „Wir haben im Budget noch das Geld für ein zweites Büro.“ Der Sprecher wollte indes nicht verraten, wo das Büro in London angesiedelt sein wird.

Laut der Senatsverwaltung für Wirtschaft geht es bei der Initiative vor allem um drei Gruppen:

„1. Um multinationale Konzerne in London und an anderen Orten in Großbritannien, die nach dem Brexit und den damit verbundenen, möglichen Folgen innerhalb der EU bleiben wollen. So hat eine ganze Reihe internationaler Großfirmen ihre EMEA-Headquarters in London.

  1. Venture Capital-Fonds, für die die Europäische Investitionsbank (EIB) mit ihrer Förderung der Ankerinvestor ist und der nach dem Austritt aus der EU wegfiele.
  2. Startups und hier insbesondere Fintechs.“

Dabei wirbt Berlin weniger um klassische Bankenstellen als um technologienahe Jobs. „Allgemein ist Berlin stark Tech-getrieben. Dies ist gerade interessant für FinTechs im Vergleich zum Bankenstandort Frankfurt“, heißt es von der Senatsverwaltung. „Allein in den letzten drei Jahren sind über 3000 Technologie-Unternehmen nach Berlin gezogen.“  Ob die Lobbyanstrengungen Früchte tragen, steht vorerst in den Sternen. Wirtschafsenatorin Yzer hat kürzlich von „sehr Konkreten“ Anfragen umzugswilliger Unternehmen berichtet.

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