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Diese Manager von US-Banken in Frankfurt müssen Sie kennen

US-Banken

Foto: Paul Bradbury / Getty Images

„Beim Banking handelt es sich um ein People‘s Business“, heißt eine immer wieder kolportierte Bankerweisheit. Da rund die Hälfte der Kosten von Banken aufs Personal entfallen, hat dies auch seine Berechtigung. Besonders wichtig für die Karriere könnten bald die Führungskräfte der US-Banken in Frankfurt werden. Denn falls Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley, Citi und Bank of Amerika Merrill Lynch angesichts des Brexits Geschäftsbereiche von London nach Frankfurt verlagern, dann dürften sie alle Hände voll mit Einstellungen zu tun haben.

Wir stellen eine Liste mit den Managing Directors (MDs) und ähnlichen Führungskräften von US-Banken in Frankfurt vor. Aus ihren Werdegängen lässt sich so manches für den Karriereaufbau lernen. Die Liste beansprucht übrigens keine Vollständigkeit.

Bank of America Merrill Lynch

Armin von Falkenhayn, Deutschland-Chef

25 Jahre hat Armin von Falkenhayn bei der Deutschen Bank gearbeitet – zuletzt als Co-Chef des deutschen Corporate & Investment Bankings. 2014 musterte er bei dem Bankenriesen ab, um ein Jahr später bei der Bank of America Merrill Lynch das Ruder zu übernehmen. Von Falkenhayn hat BWL an der Uni Mannheim studiert.

Melanie Krosch, MD International Asset Finance

Nach einer Banklehre hat Krosch BWL an der damaligen Hochschule für Bankwirtschaft, der heutigen Frankfurt School studiert. Anschließend arbeitete sie einige Jahre bei der Commerzbank, bis sie 2002 zur Bank of America wechselte, wo sie vor gut zwei Jahren zum MD befördert wurde.

Kristijan Krstic, Managing Director

Seit drei Jahren ist Krstic Managing Director bei der Bank of America in Frankfurt. Zuvor war er neun Jahre bei ABN Amro u.a. in der Global Automotive Group tätig. Weitere knapp sechs Jahre wirkte er als Senior Director bei der Royal Bank of Scotland, wo er es bis zum Head of Consumer, Retail and Healthcare brachte. Weitere drei Jahre arbeitete Krstic als Managing Director bei Santander.

Paula Weisshuber, MD Debt Capital Markets Germany & Austria

Weisshuber hat an der Berufsakademie Berlin BWL studiert und einen CFA erworben. Sie begann ihre Karriere bei BMW, wo sie sich um die Unternehmensanleihen kümmerte. 2007 wechselte sie zur Bank of America. Es ist also auch möglich, aus der Finanzabteilung eines DAX-Unternehmens ins Investment Banking zu wechseln.

Citi

Stefan Hafke, Head of Corporate Banking Germany/Austria

Seit rund 15 Jahren arbeitet Stefan Hafke für die Citi in Frankfurt, wo er das Firmenkundengeschäft für Deutschland und Österreich leitet. Vorher war er sechs Jahre als Relationship Manager bei der Deutschen Bank beschäftigt.

Christian Kames, Head of Germany, Austria and Switzerland

Seit 2013 leitet Kames das M&A-Geschäft von Citi. Zuvor hatte Kames zwölf Jahre bei Goldman Sachs gearbeitet und es dort bis zum MD des Autoindustrieteams gebracht. Wie (fast) alle Banker in dieser Auflistung hat er BWL und zwar an der Uni Passau studiert.

Christian Keller, MD Head of Structured Products and FI solutions

Keller hat eine Banklehre absolviert, an der Hochschule für Bankwirtschaft (Frankfurt School) studiert und einen MBA der Goizuetta Business School in Atlanta erworben. Acht Jahre hat er im Investment Banking der Deutschen Bank verbracht. 2010 wechselte er zunächst noch als Director zur Citi.

Matthias Rode, MD Head of Equities & Equities Derivatives

Seit 2010 ist Rode bei Citi für Handel und Vertrieb von Aktien und Aktienderivaten zuständig. Nach einem BWL-Studium an der Fachhochschule Mainz hat es Rode bei Dresdner Kleinwort innerhalb von knapp zehn Jahren zum MD gebracht. Stationen bei Morgan Stanley als Executive Director und Main First als Head of Derivatives folgten.

Martin Schlosser, MD Strategic Solutions Banks Germany & Austria

Nach einem BWL-Studium an der Uni Saarbrücken begann Schlosser seine Karriere im Private Banking der Deutschen Bank und verbrachte dabei sogar einige Zeit in New York. Anschließend arbeitete er bei der Deutschen Bank im Sales für Strukturierte Produkte und brachte es dort bis zum Director. Bereits 2003 wechselte Schlosser zur Citi. Er gehört zu der Minderheit von MDs, die einen CFA besitzen.

Henry Werkmeister, MD Fixed Income Sales Germany & Austria

Werkmeister hat Wirtschaftsmathematik an der TU Berlin studiert und einen MBA der Steinbeishochschule Berlin erworben. Runde sechs Jahre hat der bei der Deutschen Bank gearbeitet, bevor er 2007 zur Citi wechselte.

Goldman Sachs

Michael Bartsch, MD und Compliance Officer

Bartsch verantwortet bei der Goldman Sachs AG in Frankfurt die Compliance. Mit seinen 23 Jahren Unternehmenszugehörigkeit gehört er dort schon zum Urgestein. Nach einem Studium der BWL in Bamberg und Mannheim hat Bartsch erste Berufserfahrungen bei PwC gesammelt. Auch heute noch dürften die Big 4 eine gute Adresse darstellen, um Knowhow in Regulierungsfragen aufzubauen.

Wolfgang Fink, Co-Head Germany and Austria, Partner M&A

Jörg Kukies, Co-Head Germany and Austria, Partner Structured Products

Seit dem Abgang von Alexander Dibelius stellt Jörg Kukies einen der beiden Co-Chefs von Goldman Sachs in Deutschland und Österreich dar. Während sich sein Kompagnon Wolfgang Fink um das M&A-Geschäft kümmert, ist Kukies für Derivate und das Trading zuständig. Vor seiner langjährigen Karriere bei Goldman Sachs hat Kukies eine Maîtrise in Wirtschaftswissenschaften der Sorbonne (Paris I) sowie einen Master in Public Administration der Harvard University erworben und anschließend promoviert. Abschlüsse von erstklassigen Auslandsunis stellten schon immer einen unschlagbaren Karrieretrumpf dar.

JP Morgan

Dirk Albersmeier, Co-Head M&A EMEA

Nach einem BWL-Studium an der ESB Business School in Reutlingen hat Albersmeier Mitte der 90er als Analyst bei Kleinwort Benson begonnen. Nach einer Station als Associate bei Salomon Brothers hat er seine Karriere bei JP Morgan fortgesetzt, wo er zehn Jahre als Head of M&A für Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortlich war.

Dorothee Blessing, Co-Head Investment Banking EMEA

Blessing entstammt der Bankerdynastie Wieandt und hat BWL an der Uni St. Gallen sowie der HEC Paris studiert. Ab 1992 arbeitete sie bei Goldman Sachs, wo sie 2005 zur Partnerin befördert wurde. Vor rund zwei Jahren wechselte sie zum Erzkonkurrenten JP Morgan. Sie ist übrigen mit dem ehemaligen Commerzbank-Chef Martin Blessing verheiratet.

Christoph Butz, MD Head of Financial Institutions Group (FIG)

Butz bringt ein BWL-Studium an der Uni Köln sowie eine Promotion mit. Nach einigen Jahren bei der Strategieberatung McKinsey hat er zunächst als Chief Audit Executive bei JP Morgan in Frankfurt angefangen, wo er sich sukzessive über einen Abstecher nach London zum MD hinaufarbeitete.

Jürgen Florack, MD Institutional Sales im Asset Management

Seit 2013 leitet Jürgen Florack das Institutional Sales des JP Morgan Asset Managements in Frankfurt. Zunächst hat er BWL an der Frankfurt School studiert, wobei er einen Auslandsaufenthalt an der San Diego State University verbrachte. Anschließend begann er seine Karriere im Equity Sales der UBS. 1999 avancierte er zum Head of Sales Asset Management bei Salomon Brothers. Ähnliche Positionen folgten bei der UBS und Helaba Invest. Ganz nebenbei hat Florack auch noch einen CFA sowie einen MBA der University of Colorado erworben. Dies belegt, dass auch in Sales heute immer mehr Fachkompetenz gefragt ist.

Hubert Schöberl, MD Head of Rates Sales Germany & Austria

Thomas Woerner, MD Cross Asset Derivative Sales

Woerner und sein Team vertreiben alle Arten von Derivaten an institutionelle Investoren wie Versicherungen und Pensionsfonds. Dabei ist Wörner schon seit über 14 Jahren bei JP Morgan beschäftigt. Neben einen BWL-Studium an der Uni Passau sammelte er erste Erfahrungen in Praktika bei Goldman Sachs und McKinsey.

Morgan Stanley

Oliver Behrens, Deutschland-Chef

Behrens gelang das Kunststück vom stellvertretenden Vorsitzenden der Dekabank auf den Chefsessel der Morgan Stanley AG zu wechseln, die für das Geschäft in Deutschland und Österreich verantwortlich ist. Der heute 53jährige hat seine Karriere bereits 1982 bei der Deutschen Bank begonnen und zwischenzeitlich ein BWL-Studium an der Uni Tübingen absolviert. Dort war er zuletzt Global Head für strukturierte Produkte und den Geldmarkt. 2007 wechselte er in den Vorstand der Dekabank. 2012 leitete er für ein halbes Jahr die Geschicke der sparkasseneigenen Bank.

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