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Blick ins Portemonnaie: Was die Spitzenkräfte der BayernLB kassieren

BayernLB-Gehalt

Sie arbeitet wohl nicht bei der BayernLB (Foto: by_nicholas/Getty Images)

Nach LBBW und Helaba hat jetzt auch die BayernLB ihren Vergütungsbericht für 2015 vorgelegt. Da die Bank Beihilfen erhalten hat, sind die Vergütungen auf maximal 750.000 Euro gedeckelt. Kein Wunder also, dass die sechs Vorstandsmitglieder durchschnittlich keine 642.000 Euro nachhause trugen.

Auch bei den übrigen Risikoträgern des Konzerns wachsen die Vergütungen nicht in den Himmel. Bei Risikoträgern handelt es sich um Mitarbeiter, die eine besondere Verantwortung für Erträge und Risiken der Bank tragen. Es sind also zumeist Führungskräfte mit entsprechen Gehältern. Umso erstaunlicher ist es, dass die BayernLB sogar Risikoträger in ihren Tarifbeschäftigten ausgemacht hat.

Die höchste Gesamtvergütung – bestehend aus Bruttojahresgehalt und Boni – strichen die 19 Risikoträger aus den Zentralfunktionen mit durchschnittlich knapp 219.000 Euro ein. Auf Platz zwei folgen mit knapp 205.000 Euro die 25 Risikoträger aus dem Firmenkunden- und Mittelstandsgeschäft. Die meisten Risikoträger zählt indes das Marktgeschäft. Jeder der 96 Spitzenverdiener kassierte durchschnittlich allerdings nur knapp 155.000 Euro ein.

Wie die Boni bei der BayernLB ausgestaltet sind

Die Bonusfreigrenze liegt bei nur 50.000 Euro. Alles darüber wird in eine Barkomponente und einen „Deferral“ aufgeteilt. Die Hälfte der Barkomponente wird wiederum sofort ausbezahlt und die andere Hälfte nach einer Sperrfrist von einem Jahr. Das „Deferral“ wird über drei Jahre aufgeschoben überwiesen. Das Verhältnis von Barkomponente zu „Deferral“ beträgt bei den meisten Risikoträgern 60 zu 40 Prozent. Lediglich bei den Risikoträger der ersten Managementebene unter dem Vorstand beträgt es 40 zu 60 Prozent.

Erstaunlicherweise zählt die BayernLB zu den wenigen Banken, die von Rückforderungsansprüchen für aufgeschobene Bonusansprüche (Deferrals) tatsächlich Gebrauch macht. Bei zehn Risikoträgern wurden Bonusansprüche aus 2014 in 2015 teilweise wieder einkassiert.

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