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Bikinis, Pole Dancing und Misswahlen: Sonderbare Details aus asiatischen Lebensläufen

Bewerbungsfoto

Kein optimales Bewerbungsfoto für die Finanzdienstleistungen. (Foto: Getty Images)

Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für die Bewerbungsgepflogenheiten. Doch was so mancher Recruiter in Singapur und Hongkong zu lesen bekommt, sorgt nicht nur in Europa für Stirnrunzeln. eFinancialCareers-Asien-Korrespondent Simon Mortlock hat bei Personalprofis nachgefragt. Die Bespiele stellen Lehrstücke dar, wie Sie es NICHT anstellen sollten.

Die Pole Dance-Künstlerin

„Ich habe schon Lebensläufe gesehen, in denen Pole Dancing unter Hobbies aufgeführt war“,  erzählt Headhunterin Hannah Tran von LMA Recruitment in Singapur. „Falls Ihr ‚kreatives‘ Hobby für den Job völlig irrelevant ist, dann sollten sie noch zweimal darüber nachdenken, es in ihren Lebenslauf aufzunehmen. Würde der Hiring Manager die Information für wertvoll erachten oder sich nur wundern? Oder noch schlimmer: Würde er das Hobby für merkwürdig halten.“

Die Bikini-Schönheit

Fotos sind in Deutschland Pflicht, in England tabu und in Asien – gelegentlich – sonderbar. „Ich habe schon einen Lebenslauf mit einer Kandidatin im Bikini gesehen“, beteuert Tran. „Leider habe ich das Profil in den Papierkorb geworfen.“

Der Energiesparer

Hiring Manager sehen es gerne, wenn sich Bewerber für die Umwelt einsetzen – besonders wenn sie sich in sozialen Projekten des Unternehmens engagieren. Alles hat jedoch seine Grenzen. „Eine der merkwürdigsten ‚Qualifikationen‘ lautete: ‚Ich habe das Licht für eine Stunde der Erdzeit ausgeschaltet‘“, erzählt Headhunter James Stokes von Anton Murray Consulting.

Der Gewichtheber

Sport kommt in Lebensläufen immer gut an, namentlich wenn es sich um Teamsportarten handelt. Allerdings sollte dies nicht als Protzen herüberkommen. „Ein Bewerber hat tatsächlich geschrieben: Ich kann 140 Kilogramm heben und das sogar zweimal wiederholen“, sagt Stokes. „Er hat sich auf einen Job in der Fondsbuchhaltung beworben.“

Der „Taxi“-Sprecher

„Ein Kandidat wollte vermitteln, wie er überall auf der Welt überleben kann. Er schrieb also: ‚Ich kann fließend Englisch und Dänisch sprechen und notfalls kann ich einem Taxifahrer in China das Fahrtziel erläutern, obgleich ich gar kein Chinesisch spreche“, berichtet Headhunterin Farida Charania von Nastrac Group.

Die Misswahl-Teilnehmerin

Headhunterin Li Chen von Pure Search in Hongkong glaubte ihren Augen nicht zu trauen, als eine Kandidatin ihre Teilnahme an einer Misswahl in ihrem Lebenslaufe auflistete. „Solche Sachen erscheinen selten in einem positiven Licht. Denn das spricht dafür, dass der Bewerber nicht für professionelle Aufgaben in den Finanzdienstleistungen geeignet ist.“

Muttis Junge

„Kandidaten aus Indien, die sich für einen Job in Hongkong bewerben, geben manchmal die Namen ihrer Mutter und ihres Vaters an“, weiß Headhunter Vince Natteri von Pinpoint Asia in Hongkong. „Da ich selbst Inder bin, weiß ich, dass das an einigen indischen Unis üblich ist. Dennoch ist es völlig überflüssig.“

Der Knacki

„Ein Bewerber hat mir einen Lebenslauf mit einem Foto geschickt, das exakt wie aus einer Verbrecherkartei aussah“, erzählt Natteri. „Wenn ich das Foto nicht entsorgt hätte, hätte die Bank seinen Lebenslauf weggeworfen. In China gehört ein Foto zum Lebenslauf, aber nicht in Hongkong.“

Der Historiker

„Die Leute packen oft viel zu viel Informationen über Jobs, die 15 oder 20 Jahre zurückliegen, in ihren Lebenslauf“, meint Headhunter Aaron Bolton von der Black Swan Group in Singapur. „Es handelt sich einfach um eine Tatsache, dass Banken niemanden wegen 15 Jahre alter Kompetenzen einstellen. Sie interessieren sich vielmehr dafür, was Sie in der jüngsten Vergangenheit gemacht haben.“

Der Rächer

Falls Sie sich mit Ihrem Vorgesetzen überworfen haben, dann stellt der Lebenslauf den falschen Ort dar, um seinem Unmut Luft zu machen. „In manchen Lebensläufen wird offen zugegeben, dass ein Streit mit dem Management der Grund für den Jobwechsel gewesen ist“, sagt Bolton. „Auch wenn das zutrifft, schreckt dies potenzielle Arbeitgeber ab. Sie fürchten, dass sich das wiederholen könne.“

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