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Blicks ins Portemonnaie: Was die Spitzenverdiener der DZ Bank kassieren

DZ Bank

Auch bei den Genossen gibt es fette Boni.

Die Genossen stehen im Ruf, ihre Beschäftigten nicht üppig zu vergüten. Doch es gibt Ausnahmen. Dies belegt der Vergütungsbericht 2015, den die DZ Bank kürzlich klammheimlich auf ihre Website gestellt hat. Demnach kassierte im vergangenen Jahr ein Mitarbeiter sogar 2 bis 2,5 Mio. Euro, zwei weitere 1,5 bis 2 Mio. Euro und sechs 1 bis 1,5 Mio. Euro.

Die meisten der rund 400 Risikoträger der DZ Bank-Gruppe strichen indes weniger ein. Bei Risikoträgern handelt es sich um diejenigen Mitarbeiter, die eine besondere Verantwortung für Erträge und Risiko der Bank tragen. Mit 167 Beschäftigten finden sich die weitaus meisten Risikoträger im Investment Banking, wo sich Gehälter und Boni auf durchschnittlich 240.000 Euro summierten.

Interessanterweise stehen die Investmentbanker damit keineswegs an der Spitze der Nahrungskette in der DZ Bank-Gruppe. Denn im Asset Management erreicht die Gesamtvergütung sogar durchschnittlich 450.000 Euro. Allerdings zählt die Sparte gerade einmal vier Risikoträger. Anders das Retailbanking. Jeder der  42 Risikoträger des Geschäftsbereichs trug 2015 durchschnittlich gut 352.000 Euro nachhause.

Trotz des schlechten Abschneidens müssen die Investmentbanker nicht den Kopf hängen lassen. Denn in den meisten Bereichen kommt nur das Senior Management in den Genuss von Spitzengehältern. Anders im Investment Banking. Von den 167 Risikoträgern der Sparte zählen nur 17 zum Senior Management. Dagegen sind es im Retailbanking 30 von 42 und im Asset Management sogar alle vier.

Bemerkenswerterweise haben die Gesellschafter der DZ Bank beschlossen, dass die Boni bis zu 200 Prozent der Gehälter – und damit das gesetzliche Maximum – erreichen dürfen. Nach dem Vergütungsbericht scheint bei der DZ Bank-Gruppe allerdings kaum jemand in den Genuss dieser Regelung zu kommen. Denn in sämtlichen Bereichen fällt die Summe der Boni geringer als die Grundgehälter aus.

Das Auszahlungssystem fällt bei den Genossen indes recht restriktiv aus. Denn dem Vergütungsbericht zufolge werden selbst bei den Risikoträgern unterhalb der Bereichsleiterebene nur 30 Prozent der Boni direkt ausbezahlt. Der Rest wird erst bis zu vier Jahre später überwiesen.

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