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Brexit beflügelt Frankfurter Immobilienpreise

Immobilienmarkt-Frankfurt

Brexit sorgt für goldene Zeiten auf dem Frankfurter Immobilienmarkt. (Foto: Getty Images)

Der Immobilienmarkt stellt einen guten Frühindikator dafür dar, wo die Reise mit dem Brexit hinführt. Wer auch immer Arbeitsplätze von London in den Rest der EU verlagern möchte, benötigt hier mehr Büroraum. Laut unbestätigten Insiderkreisen sollen sich bereits Goldman Sachs und JP Morgan nach neuem Büroraum in Frankfurt umgeschaut haben. Jedenfalls dürften die Anbieter von Büroimmobilien als erstes von einer Verlagerung von Aktivtäten erfahren.

Daher ist es umso interessanter, dass bei einer Umfrage der Wirtschaftsberatung EY unter 555 deutschen Immobilienmarktteilnehmern 72 Prozent mit einer Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt rechnen. Dies gilt interessanterweise nicht nur für die heimischen Immobilienunternehmen, sondern auch für ausländische Marktteilnehmer. So gehen 69 Prozent der befragten britischen Immobilienunternehmen und 65 Prozent der Markteilnehmer von jenseits der EU von einer Stärkung Frankfurts aus. Dagegen liegen die Werte bei Dublin und Paris bei moderaten 13 und 6 Prozent.

Immobilienmarkt

Quelle: EY

57 Prozent der Marktteilnehmer gaben an, dass der deutsche Immobilienmarkt von einem Brexit profitiere. 91 Prozent erwarten negative Folgen für den britischen Immobilienmarkt. Die bereits erfolgte Schließung einiger offener britischen Immobilienfonds scheint diese Einschätzung zu erhärten. „Es deutet sich an, dass internationale Investoren, die vorerst nicht mehr in London investieren möchten, noch stärker auf den deutschen Immobilienmarkt drängen werden“, sagte Christian Schulz-Wulkow, der das EY-Immobiliengeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz leitet.

Immobilienmarkt

Quelle: EY

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