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Die Investment Banking League-Tables verheißen nichts Gutes für die Deutsche Bank

Transaktionsvolumen

Trübe Aussichten fürs Investment Banking der Deutschen Bank (Foto: Getty Images)

Die Krise der Deutschen Bank schlägt sich jetzt auch in der Hackordnung des Investmentbankings in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt nieder. Dies ergeben zumindest die Rankings des Datenanbieters Dealogic von Jahresbeginn bis zum Dienstag (5. Juli), was für M&A, Equity Capital Markets (ECM) und Debt Capital Markets (DCM) gilt – allerdings in unterschiedlichem Ausmaß.

M&A

Mit einem Transaktionsvolumen von 32,5 Mrd. Dollar reichte es für die Deutsche Bank in ihrem Heimatmarkt nur noch für den siebten Platz. Im Vorjahreszeitraum mussten sich die Frankfurter hierzulande lediglich JP Morgan geschlagen geben. Den ersten Platz sicherte sich dieses Mal die Bank of America Merrill Lynch mit einem Transaktionsvolumen von stolzen 85,7 Mrd. Dollar. In der Kasse klingelt es allerdings nur, wenn die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer auch tatsächlich über die Bühne geht. An diesem Geschäft hat sich nämlich die Bank of Amerika ein gewaltiges Stück des Kuchens gesichert.

In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sieht es ähnlich aus. Dort purzelte die Deutsche Bank vom siebten auf den neunten Platz und weltweit vom achten auf den zehnten Platz. Im EMEA-Geschäft ist die Credit Suisse mit einem Transaktionsvolumen von 175,2 Mrd. Dollar die neue Nummer eins. Für den Vorjahressieger JP Morgan reichte es nur noch für den sechsten Platz. Weltweit führen wie schon in 2015 Goldman Sachs und Morgan Stanley das M&A-Ranking an. Das globale Transaktionsvolumen brach um 21 Prozent auf 1,7 Bio. Dollar ein.

ECM

Besser sieht es im Aktiengeschäft aus. Hier konnte die Deutsche Bank vom dritten auf den zweiten Platz vorrücken und musste sich lediglich JP Morgan geschlagen gegeben. Dennoch gibt es auch für die ECM-Banker keinen Grund, die Schampus-Flaschen zu köpfen. Während das Dealvolumen im Vorjahreszeitraum noch bei 2,1 Mrd. Dollar lag, waren es 2016 lediglich 583 Mio. Dollar. Die Unternehmen halten sich angesichts der angeschlagenen Märke offenbar mit Börsengängen und Kapitalerhöhungen zurück. Dies gilt übrigens auch weltweit: Global brach das Dealvolumen sogar um 40 Prozent auf 335,4 Mrd. Dollar ein. Dies verheißt nichts Gutes für die anstehende Quartalssaison.

Bemerkenswert ist übrigens das gute Abschneiden von Berenberg, die sich in Deutschland vom neunten auf den vierten Platz verbesserte – aber ebenfalls bei deutlich geringerem Dealvolumen.

DCM

Im Anleihegeschäft konnte die Deutsche Bank ihre Führungsposition in Deutschland verteidigen. Das Dealvolumen des Branchenprimus lag im DCM-Geschäft mit 22,4 Mrd. Dollar auch nur etwas niedriger als im Vorjahr. In EMEA purzelte die Deutsche Bank indes vom dritten auf den vierten und weltweit vom fünften auf den siebten Platz. Während das globale Dealvolumen bei der Deutschen Bank um über 12 Prozent auf 144,7 Mrd. Dollar nachgab, kletterte es branchenweit um knapp 3 Prozent auf 3,5 Bio. Dollar. Weltmarktführer blieb übrigens JP Morgan.

Fazit

Falls man den Dealogic-Daten glauben darf, haben die internationalen Transaktionsvolumen der Deutschen Bank in den Sparten M&A, ECM und DCM nachgegeben. Entsprechend traurig dürften die Ergebnisse für das zweite Quartal ausfallen. Da stellt es nur einen geringen Trost dar, dass es sich auch branchenweit um ein schwieriges Quartal handelte.

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