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Unter Londoner Bankern grassiert die Panik

Brexit jobs fears

Was unternimmt ein Banker, der sich um seinen Job sorgt, als erstes? Richtig: Er bringt seine Bewerbungsunterlagen auf neuesten Stand. So wies die Lebenslaufdatenbank von eFinancialCareers in der vergangenen Woche eine rege Tätigkeit auf.

Der unten stehende Chart zeigt, wie viele Lebensläufe in der Londoner Finance-Community wöchentlich in der Vor-Brexit-Ära Anfang Juni überarbeitet wurden. Diese Zahl hat sich in der vergangenen Woche mit einem Plus von 92 Prozent fast verdoppelt.

„In der vergangenen Woche herrschte eine rege Aktivität“, bestätigt Personalvermittler Christian Robbins von Alpha Tradestone in London. „Es handelte sich um eine Zeit außergewöhnlicher Ereignisse und jeder versuchte sich daran anzupassen. Mittlerweile herrsche aber wieder eher ‚Business as usal‘.“

„Dabei handelte es sich um eine Reaktion der Nerven“, ergänzt Personalberater Richard Hoar von Goodman Masson. „Die Leute wollten einfach sicherstellen, dass sie gefunden und erkannt werden, wenn sich Gelegenheiten ergeben.“

Trotz des Damoklesschwertes des Brexits biete der Londoner Arbeitsmarkt immer noch Chancen. „Wir haben eine Reihe von Mandaten in den Bereichen Infrastruktur, Risikomanagement und Finance erhalten. Im Front Office haben sich die Einstellungen von den großen Banken wegverlagert“, berichtet Hoar.

Nachdem viele Banker ihren Lebenslauf auf Vordermann gebracht haben, scheinen sie erst einmal abzuwarten. „Wie registrieren nicht mehr Bewerbungen als sonst“, sagt Personalvermittlerin Hannah Glazier von Astbury Marsden. „Wenn überhaupt, dann neigen die Leute dazu auf ihren Stellen zu verharren.“

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