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Mit welchem Satz Sie jeden Recruiter in die Flucht schlagen…

Recruiter

Und wieder ist ein Recruiter auf der Flucht...

Die Arbeitsmarktsituation in den Finanzdienstleistungen ist angespannt, was sich auf nähere Sicht kaum ändern dürfte. Was immer auch passiert, sollten Sie es sich mit Headhuntern und Personalvermittlern nicht verscherzen. Dazu gehören sicherlich Sätze wie „In meiner jetzigen Karrierephase bin ich bereit zu…“ Nichts klingt verzweifelter.

„Leute, die so etwas sagen, sind üblicherweise arbeitslos“, meint Recruiter Oliver Rolfe von der Spartan Partnership. „Das kommt zwar nicht häufig vor, aber wenn doch, dann ist es ziemlich klar, dass es nur noch darum geht, irgendeinen Job zu bekommen. Es bedeutet auch, dass sie nicht über profunde Kundenbeziehungen oder spezielles Produktwissen verfügen. Sie greifen nur nach allem, was sie bekommen können, und das kommt am Markt gar nicht gut an, da die Banken immer genauere Vorstellungen haben, wonach sie suchen.“

Dies stellt jedoch nicht den einzigen Grund dar, wieso Recruiter die Flucht ergreifen. Vielmehr hinterlassen Sie auch den Charme von „gebrauchter Ware“, denn oftmals haben solche Kandidaten bereits diverse andere Personalvermittler abgeklappert. Daher ist auch von Sätzen abzuraten wie: „Ich habe schon mit anderen Recruitern zusammengearbeitet, die Sie vielleicht kennen.“

Falls Sie es in ein Vorstellungsgespräch schaffen und vor Ihrem potenziellen Vorgesetzten sitzen, dann dürfen Sie keinesfalls sagen: „In fünf Jahren möchte ich Ihren Job haben.“

„So mancher glaubt, dass das ehrgeizig kling. Tatsächlich aber handelt es sich einfach nur um Arroganz“, warnt Rolfe. Besonders ungeschickt ist dies in einer Phase, in der Arbeitgeber versuchen altgedientes Personal gegen jüngere und günstigere Arbeitskräfte auszutauschen. Wer wird schon jemanden einstellen, wenn dieser an seinem Stuhl zu sägen bereit ist?

Es kommt nicht nur darauf an, was Bewerber sagen, sondern auch wie. Es gibt subtilere Wege ehrgeizig zu erscheinen als den Job des Teilnehmers eines Vorstellungsgesprächs für sich zu reklamieren, meint der Headhunter.

Laut Personalberater Kumaran Surenthirathas von Eden Search suchen Banken nicht nach neuen Mitarbeitern, die bereit sind alles zu machen, sondern die eine Reihe von Kompetenzen mitbringen, um bereichsübergreifend zu arbeiten. „Es wurde so viel Personal abgebaut, dass es immer weniger Leute gibt, die nur eine einzige Tätigkeit ausüben. In der Vergangenheit gab es verschiedene Teams für Sales und Strukturierung. Heute suchen Banken nach Mitarbeitern, die sowohl in Origination, Sales, Strukturierung und Finanzierung arbeiten können, sobald dies erforderlich wird.“

Entscheidend ist, sich angemessen zu präsentieren. Denken Sie also nach, bevor Sie den Mund aufmachen.

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