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Elf Alarmzeichen, dass Sie auf der Abschussliste stehen

Abschussliste

So mancher gerät auf die Abschussliste, ohne es zu bemerken.

Die Jobsuche fällt leichter, so lange Sie noch in Lohn und Brot stehen. Falls Sie aber mit Job, Arbeitgeber und dem Leben im Allgemeinen zufrieden sind, dann macht es  wenig Sinn, sich nach einer neuen Stelle umzuschauen – außer Sie stehen auf der Abschussliste und haben es nur noch nicht bemerkt.

Doch worin bestehen die Warnzeichen dafür? Wie lässt sich erkennen, dass der Rauswurf nur noch eine Frage der Zeit ist? Die Wahrheit lautet: kaum. So manches Personalabbauprogramm kommt wie das Kind zur Jungfrau. „Das ist schwierig. Vor allen Dingen, weil in den Finanzdienstleistungen der Konsens herrscht, dass der Job von niemanden sicher ist, besonders auf der Sell-side“, warnt Personalvermittler Dylan Pany von Selby Jennings. „Selbst wenn Ihre Leistungen bei einem renommierten Unternehmen gut ausfallen, können Sie sich niemals  sicher sein.“

Daher haben wir elf Symptome zusammengestellt, die für einen baldigen Rauswurf sprechen:

1. Die Quartalsberichte Ihres Arbeitgebers fallen traurig aus

Probleme lassen sich auf Unternehmens- leichter als auf Teamebene ausmachen: Schlechte Nachrichten zu Gewinnen, Schulden, Abgängen von Führungskräften oder lange Meetings hinter verschlossenen Türen sollten im Auge behalten werden.

Dennoch sind immer wieder viele überrascht, dass der Kelch nicht an ihnen vorübergeht, warnt Personalberater Anthony Keizner von Odyssey Search Partners.

2. Keine Belobigung während ihres jüngsten Jahresgesprächs, schlechte Trades oder ein geringes Handelsvolumen

Einige Anzeichen gebe es jedoch auch auf individueller Ebene, meint Keizner: Ist z.B. Ihre jüngste Leistungsbeurteilung lauwarm ausgefallen?

Speziell fürs Front Office: Sind Sie für Verluste verantwortlich gewesen oder ist Ihr Geschäftsbereich nicht länger in Mode?

Und fürs Back Office: Wird Ihre Tätigkeit immer noch geschätzt?

„Wenn Sie bereits der fünfte Compliance-Mitarbeiter sind, der anfängt, während die Handelsvolumen einbrechen, dann stellt dies Grund zur Sorge dar“, sagt Keizner. „Wenn Sie im Recruitment arbeiten, Ihr Unternehmen aber gar nicht mehr einstellt, dann sollten Sie entweder Ihren Job neu erfinden oder Sie erleichtern dem Management seine Arbeit, in dem Sie vor den anderen gehen.

3. Die Erträge entwickeln sich in die falsche Richtung

Achten Sie auf die Ertragszahlen. Falls Sie selbst kaum Erträge generieren, dann fragt sich Ihr Vorgesetzter früher oder später: „Soll ich mich von dieser Person trennen?“

„Sales & Trading stellen ein Produktionsumfeld dar“, sagt Pany. „Falls Ihre Erträge sinken und die von jedem anderen auch, dann sollten Sie aufpassen, weil sie auch das gesamte Team abbauen könnten. Sie sollten sich nicht zu sicher sein, denn vielleicht streichen Sie auch das gesamte Team – auch wenn Ihre persönlichen Leistungen gut ausfallen.“

„An der Wall Street sollten Sie im gegenwärtigen Umfeld und bei einem gesättigten Kandidatenpool besonders umsichtig sein“, sagt er. „Wenn Sie an der Wall Street kein Geld generieren, dann finden sie schon jemanden, dem das gelingt.“

4. Ihre Kollegen lassen Sie abblitzen

Laut einer weiteren Personalberaterin sollte sich jeder fragen: Haben Ihre Kollegen ihr Verhalten Ihnen gegenüber verändert oder fühlen Sie sich nicht mehr dazugehörig? Haben die Leute aufgehört, ein Gespräch mit Ihnen anzufangen und versuchen Sie das Gespräch rasch abzubrechen? Vermeiden Kollegen und Vorgesetzte den Augenkontakt mit Ihnen?

„Kündigungen werden normalerweise auf beiden Seiten von Unbehagen begleitet. Sie können also Ihren Instinkten folgen, wenn etwas sich nicht ok anfühlt“, sagt die Beraterin. „Dann ist es das meist auch nicht.“

„Vorbereitet zu sein, ist weise“, sagt sie. „Lernen Sie aus Ihrem Feedback, so dass sie ein umso stärkerer Profi werden.“

5. Ihr Arbeitgeber hat soeben eine Reihe von Jungbankern eingestellt

„Es herrscht der Trend vor, junge Leute einzustellen, um ältere Mitarbeiter mit höheren Gehältern zu ersetzen, die immerhin etwa 75 Prozent des Jobs erledigen können“, sagt Pany. „Falls Ihr Team eine Reihe junger Leute einstellt, dann stellt dies für ältere Mitarbeiter einen Grund zur Sorge. Es könne sich um ein Zeichen handeln, dass man Sie ersetzen möchte.“

6. Sie sollen einen Neuen anlernen

„Viele Trader besitzen ihre eigenen Geschäftsbücher und wenn ein junger Kollege eingestellt wird, dann übernimmt der neue Trader einen Teil oder sogar die Hälfte des Buches“, sagt Pany. „Im Grunde zimmern Sie sich Ihren eigenen Sarg, wenn Sie eine solche Person anlernen, die Sie leicht innerhalb eines Jahres herausdrängen kann.“

7. Ihr Chef kündigt oder wird gefeuert

Wenn eine Führungskraft – vor allem aus einer Nische – geht und es niemanden gibt, der sofort seine Aufgaben übernimmt, dann besteht die Gefahr, dass auch dem Rest des Teams der Laufpass gegeben wird, warnt Investment Banking-Headhunterin Brianne Toole von Selby Jennings.

„Wenn Ihr Mentor, der sich für Sie eingesetzt hat, geht, dann befinden Sie sich in einer schwierigen Lage, weil Sie mit jemanden eng verbunden gewesen sind und sich auf ihn verlassen konnten, wenn es um Unterstützung für den Aufstieg ging“, erläutert Toole.

„Wenn der Mentor des Kollegen neben Ihnen immer noch da ist, dann befindet er sich in einer besseren Position. „Falls es keine Führungskraft gibt, die sich für Sie einsetzt, dann werden Sie vielleicht zum Schlachthaus geführt.“

8. Ihre Abteilung wird umstrukturiert

Obgleich Umstrukturierungen ein offensichtliches Alarmsignal darstellen, verlassen sich doch viel zu viele Banker auf die Versicherung des Managements, dass ihr Job sicher sei. Wenn beispielsweise der Trading Desk von Morgan Stanleys Retail-Geschäft mit dem für institutionelle Anleger zusammengelegt werden soll, dann ist Vorsicht geboten.

„Die Leute aus dem Retail-Geschäft freuen sich darauf, auf die institutionelle Seite zu wechseln, da sie mehr gilt. Allerdings werden Stellen abgebaut“, sagt Pany. „Wenn es einen Spielraum für Kostensenkungen gibt, dann sagt das Management so etwas wie: ‚Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit‘ und ‚Die beiden Teams werden gut zusammenarbeiten‘, was sogar stimmen mag. Dennoch ist es üblich, dass bei einer Restrukturierung Kündigungen ausgesprochen werden und Mitarbeiter gehen müssen.“

„Falls Ihre Abteilung mit einer anderen fusioniert wird, dann sollten Sie sich nur für den Fall des Falls nach anderen Chancen umsehen“, ergänzt Pany.

9. Ihr Projekt wird an jemand anderes gegeben

Bei der Verteilung der Projekte gilt ebenfalls oberste Vorsicht. „Wenn Sie Jahr für Jahr an einem Projekt arbeiten und es wird plötzlich an jemand anderes vergeben, dann stellt dies ein Alarmzeichen dar“, warnt Pany.

10. Ihr Arbeitgeber schmiedet eine strategische Allianz oder nimmt an einer Fusion teil

„Wenn eine Abteilung von außerhalb Ihres Unternehmens mir Ihrer verschmilzt oder Sie wurden herausgekauft oder haben jemanden herausgekauft, dann sollten Sie besonders aufmerksam sein“, erläutert Pany.

11. Sie sind erst kurz dabei

„Ich kenne Banken, die einfach zu viel eingestellt haben, und sich dann an das Lifo-Prinzip halten – Last-in-first-out“, sagt Toole. „Nur weil Sie den Job bekommen haben, heißt das noch lange nicht, dass Ihr Stuhl sicher ist.“

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