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Was Studenten für den Einstieg bei der Bank of America Merrill Lynch in Frankfurt mitbringen müssen

Frankfurter Bankenviertel

Das Geschäft der Bank of America Merrill Lynch in Frankfurt fällt überschaubar aus. Laut dem jüngsten Geschäftsbericht, der allerdings von 2014 stammt, beliefen sich die Erträge am Main gerade einmal auf 26,3 Mio. und der Jahresüberschuss auf 1,6 Mio. Euro.

Zwischenzeitlich scheint sich die Situation deutlich aufgehellt zu haben. Im aktuellen Ranking des Datenanbieters-Dealogik für 2016 rangiert die Bank of America Merill Lynch sogar auf dem ersten Platz. Das Volumen der angekündigten Deals beläuft sich demnach auf 78,8 Mrd. Dollar (70 Mrd. Euro). Zu den aktuellen Transaktionen zählen das 62 Mrd. Dollar (56 Mrd. Euro) schwere Übernahmeangebot von Bayer an den Konkurrenten Monsanto sowie die Fusion der Deutschen Börse mit der Londons Stock Exchange im Volumen von 27 Mrd. Euro.

Zurück in 2014 ließen die Amerikaner für ihre Mitarbeiter in Deutschland etwa 7,7 Mio. Euro springen, wovon rund 4,3 Mio. auf die Gehälter, 2 Mio. auf Boni und 1,5 Mio. auf die Altersvorsorge entfielen. Doch was müssen Studenten überhaupt mitbringen, um bei den Amerikanern am Main eine Chance zu bekommen? Wir haben die Lebensläufe der Analysten nach Mustern gesichtet:

Matthias Kirsten

2013 hat Kirsten als Analyst in der Investment Banking Division (IBD) der Bank of America Merrill Lynch in Frankfurt angefangen. Er bringt einen Bachelor in International Management der Frankfurt School mit, wobei er zwei Auslandssemester an der Loughborough Business School in Mittelengland und dem INSEEC in Paris verbrachte. Anschließend absolvierte er seinen Master an der Cass Business School in London. Kirsten durchlief Praktika im Asset Management der Commerzbank, in Institutional Sales und Operations von Allianz Global Investors, in M&A der BHF Bank, im M&A von Berenberg, im Private Equity der Deutschen Beteiligungs AG sowie in der IBD der Bank of America Merill Lynch. Hier zeigt sich: Praktika und Auslandsstudium sind Trumpf.

Frederic Masur

Vor knapp zwei Jahren hat Masur im M&A der Bank in Frankfurt angeheuert. Während seines Bachelor-Studiums der BWL an der Uni Mannheim hat er ein Auslandssemester an der Schulich School of Business im kanadischen Toronto verbracht. Nach Praktika im Treasury von K+S und im Financial Risk Management bei KPMG hat er zwei M&A Praktika bei BNP Paribas und – natürlich – der Bank of America Merrill Lynch absolviert. Mannheim gehört im deutschen M&A-Geschäft zu den bevorzugten Universitäten.

Philipp Rothermich

Einen etwas ungewöhnlichen Weg in den Bereich Global Markets hat Rothermich gefunden. Zunächst hat er eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der kleinen Sparkasse Miltenberg-Obernburg durchlaufen und anschließend an der Saxion University of Applied Science im niederländischen Enschede studiert, wobei er ein Auslandssemester an der Finance University in Moskau verbrachte. Darauf hat Rothermich bei pwc als Consultant angefangen, bis er vor einem Jahr als Analyst zur Bank of America Merrill Lynch wechselte. Rothermichs Beispiel belegt, dass auch ein Schwenk über die Big 4 zu einer US-Großbank führen kann.

André Schorm

Seit Februar vergangenen Jahres ist André Schorm Investment Banking Analyst in Frankfurt. Schorm hat ein Studium des General Managements an der European Business School in Oestrich-Winkel (EBS) mit dem Bachelor abgeschlossen, wobei er ein Auslandssemester im mexikanischen Monterey studierte. Nach dem Abschluss war er zunächst Sommer-Praktikant bei Barclays und anschließend Praktikant bei der Bank of America. Die EBS gehört zu den Kaderschmieden des deutschen Investment Bankings. Schorms Beispiel zeigt auch, wie zwei gute Praktika nach dem Studium den Einstieg ebnen.

Robel Woldemichael

Im März 2014 hat Woldemichael als Analyst im Global Investment Banking in Frankfurt angefangen. Nach einem Bachelor der Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Uni hat er seinen Master im gleichen Fach an der Erasmus University in Rotterdam erworben. Woldemichael hat gleich einen ganzen Praktikums-Marathon hinter sich gebracht: in Venture Capital bei Exchange for Business Angels, im Asset Management der Deutschen Bank, in der Financial Institutions Group der Royal Bank of Scotland, im Investment Banking der Credit Suisse sowie im Global Investment Banking der Bank of America Merrilly Lynch. Merke: Je mehr Praktika man durchläuft, desto höher fällt die Chance auf ein Übernahmeangebot aus.

Fazit

Diese kurze Fallstudie belegt eindrücklich, wie wichtig Praktika und ähnliche Tätigkeiten für den erfolgreichen Einstieg ins Investment Banking sind. Die meisten Analysten der Bank of America Merill Lynch in Frankfurt bringen vier oder mehr Praktika mit, von denen wenigstens eines im späteren Aufgabengebiet erfolgte. Dann schadet es auch nicht, wenn einige Praktika in anderen Sektoren oder Branchen erfolgten.


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