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Das kleine Wörterbuch für Bewerbungen auf Englisch

Bewerbungen auf Englisch erfreuen sich auch bei deutschen Arbeitgebern wachsender Beliebtheit.

Bewerbungen auf Englisch erfreuen sich auch bei deutschen Arbeitgebern wachsender Beliebtheit.

Es ist schon seltsam: Deutsche Kandidaten müssen sich bei deutschen Unternehmen in Deutschland immer häufiger auf Englisch bewerben. Entweder wollen die potenziellen Arbeitgeber damit die Englischkenntnisse des Bewerbers prüfen oder es sind Personen im Auswahlprozess beteiligt, die kein Deutsch verstehen. Wie dem auch sei: Jeder Stellensuchende sollte immer einen englischen Lebenslauf in Reserve halten. Damit es dabei nicht zu Peinlichkeiten kommt, haben wir die wichtigsten englischen Bewerbungsbegriffe zusammengestellt und kurz erläutert. Die Angelegenheit fällt keinesfalls trivial aus.

A-Levels: Dabei handelt es sich um das britische Abitur. Anders als in Deutschland werden meist nur drei bis vier Fächer belegt, die dann auch im Lebenslauf mit Noten (in Klammern) aufgeführt werden. Es hat sich bewährt, dass deutsche Abitur mit den Prüfungsfächern anzugeben und dabei zu erwähnen, dass es sich um das Äquivalent zu den „A-Levels“ handelt.

Application: Bedeutet schlicht „Bewerbung“. Meist genügt im englischsprachigen Raum die Versendung des Lebenslaufs – ohne den Anhang sämtlicher Zeugnisse. Im E-Mail-Text wird dann nur noch die betreffende Stelle spezifiziert.

Assessment Center: So mancher englischer Begriff hat sich im Deutschen bereits eingebürgert. Dazu zählt sicher auch das „Assessment Center“. Es handelt sich oft um ganztägige Veranstaltungen, zu denen Berufseinsteiger eingeladen werden. Dort müssen sie dann u.a. Fallstudien lösen, an Gruppendiskussionen oder Einzelgesprächen teilnehmen.

Doch beim „Assessment Center“ liegt der Teufel im Detail – haben Sie das Teufelchen hier erkannt? Der Begriff „Center“ dürfte so manchen britischen Personaler aufstoßen, denn es handelt sich um amerikanisches English. Im britischen English heißt es „centre“. Lassen Sie also Ihre englischen Bewerbungsunterlagen immer durch die englische Rechtschreibprüfung von Word durchlaufen. Dort können Sie auch zwischen britischem und amerikanischem Englisch wählen.

Experience: Im Kontext eines Lebenslaufs wird hierunter „Berufserfahrung“ verstanden. Begriffe wie „Work Experience“ oder „Professional Experience“ sind einfach unnötig.

Cover letter: Dabei handelt es sich um das Anschreiben. Auch wenn in billigen Bewerbungsratgebern immer wieder behauptet wird, dass Anschreiben nicht zu einer englischen Bewerbung gehören, sind diese keineswegs unüblich. Eine Pflicht stellen diese jedoch selten dar. Wie bei deutschen Bewerbungen geht es bei Anschreiben um die Motivation und die Erläuterung offener Fragen aus dem Lebenslauf. Das Wiederholen des Lebenslaufs ist dagegen tabu. Im Regelfall wird der Lebenslauf ohnehin VOR dem Anschreiben gelesen.

CV: Im britischen Englisch wird ein Lebenslauf einfach als CV bezeichnet. Dabei handelt es sich um die Kurzform vom Curriculum Vitae, was nur die wörtliche lateinische Übersetzung von „Lebenslauf“ darstellt. Auch auf der Insel stellt der CV das Kernstück jeder Bewerbung dar. Alle wichtigen Informationen MÜSSEN hierin vorkommen. Nur selten macht sich ein Recruiter die Mühe, fehlende Informationen wie z.B. Abschlussnoten in den Anhängen zu suchen.

GPA: Bei Great Point Average handelt es sich um die Durchschnittsnote amerikanischer Unis. Je nachdem stellt 5 oder 4 die Bestnote dar. Ein GPA von „3/4“ bedeutet also, dass man 3 von vier möglichen Punkten erreicht hat. In der Praxis hat es sich bewährt, zunächst die deutsche Note anzugeben und diese mit „equivalent to“ im amerikanischen System zu erläutern.

Internship: Praktikum. Der Klassiker stellt das „summer internship” in den Sommersemesterferien dar. Ein Kurzpraktikum in den Frühjahrsemesterferien heißt „spring internship”. Praktika außerhalb der Semesterferien sind im angelsächsischen Raum hingegen weniger verbreitet als in Deutschland. Sie werden „off cycle internships” genannt.

Interview: In der deutschen Sprache wird unter „Interview“ eigentlich nur eine journalistische Form verstanden. Im Englischen ist der Begriff deutlich breiter und bezeichnet verschiedene Gesprächsformen. Im Bewerbungs-Kontext heißt „interview“ schlicht Vorstellungsgespräch.

Skills: Bedeutet nichts anderes als „Kompetenzen“. Unter „soft skills“ werden persönliche Eigenschaften wie Teamfähigkeit bestanden, die jenseits der Fachkenntnisse liegen.

References: Arbeitszeugnisse mit ihrer ganz speziellen Sprache sind im englischen Sprachraum unbekannt. Als Alternative werden Referenzen angegeben. Dabei handelt es sich um die Kontaktdaten von jemanden, bei dem sich der potenziell neue Arbeitgeber über Sie informieren kann. Üblicherweise handelt es sich dabei um einen ehemaligen – und nicht den aktuellen – Vorgesetzten.

Resume: Britisches und amerikanisches Englisch unterscheiden sich teilweise gravierend. Ein Beispiel dafür stellt das amerikanische „resume“ dar, wobei es sich einfach nur um den Lebenslauf handelt. Wer sich indes in den USA mit einem „CV“ bewirbt, hinterlässt dort einen altmodischen Eindruck.

Foto: iStock / Thinkstock

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