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GASTBEITRAG: „Sie sollten keinen Grund haben, Goldman Sachs zu verlassen“

Goldman Sachs: where the alluring bankers work

Goldman Sachs: where the alluring bankers work

Angeblich hat Joshua Bright, der bereits mit 17 sein Studium abschloss, kürzlich Goldman Sachs verlassen, weil er sein Team nicht durch einen internen Wechsel verärgern wollte.

Brights Karriereentscheidungen sind seine Sache. Doch als jemand, der ebenfalls bei Goldman Sachs in London arbeitet, sage ich: Er hat einen Fehler gemacht. Meiner Erfahrung nach unterstützt die Bank jeden, der die Abteilung wechseln möchte.

Beispielsweise wurde ein Kollege von mir aus dem Middle Office nicht genügend gefordert. Er machte sich also auf zum Human Capital Management und teilte diesem mit, dass ihm seine Arbeit nicht gefalle. Anschließend sagte er seinem Manager, dass er gehen wolle. Und was denken Sie passierte? Sein Managing Director (MD) stellte einen Kontakt zum Internen Mobilitätsteam her. Mittlerweile besitzt er einen interessanteren Job in einer anderen Abteilung von Goldman Sachs.

Auch ich habe intern gewechselt. Ursprünglich wurde ich als Praktikant in einem Bereich des Front Office eingestellt. Allerdings verfügte das Team nicht über genügend Stellen, um mich nach Ablauf meines Vertrages zu übernehmen. Dennoch war mein Vorgesetzter mit meiner Arbeit zufrieden und erteilte mir gute Bewertungen. Daher hat mich mein MD anderen Desks innerhalb der Abteilung empfohlen, die mich interessierten und die noch einstellten. Zwar musste auch ich die acht bis neun Vorstellungsgespräche durchlaufen wie jeder, der intern oder extern eingestellt wird, aber ich erhielt einen Job an einem anderen Desk und die Unterstützung des MDs hat mir dabei tatsächlich weitergeholfen.

Wenn Sie einmal bei Goldman Sachs eingestellt sind, dann stellt ein interner Wechsel eine realistische Möglichkeit dar. Ich kenne persönlich mehr als 200 Mitarbeiter von Goldman Sachs in London und über 30 Prozent davon haben schon einmal intern gewechselt – entweder zu einer anderen Abteilung oder einem anderen Standort.

Falls Sie selbst mit dem Gedanken an einen Wechsel spielen, dann liegt es an Ihnen selbst, ob Sie den Kontakt suchen und sich über die zahllosen Teams und verfügbaren Stellen informieren. Sie müssen selbst aus den Meeting-Gelegenheiten das meiste herausholen: Es gibt Sportgruppen, Diversity-Initiativen, Freiwilligenarbeit, Vorträge, Konferenzen, externe Veranstaltungen sowie berufliche Networking-Veranstaltungen innerhalb oder zwischen den Teams.

Als ich noch Praktikant war, habe ich mich innerhalb von sieben bis acht Monaten mit 50 Kollegen auf einen Kaffee getroffen. 47 bis 48 davon waren bereit, sich innerhalb einer Woche zu treffen. Sicher, ein oder zwei standen unter besonderem Zeitdruck und sie baten mich, mich zwei bis vier Wochen später noch einmal zu melden, als ich mich dann tatsächlich mit ihnen treffen konnte. Alle waren darauf erpicht, ihre Erfahrungen, Einsichten und früheren Fehler mit mir zu teilen und mir Karriereratschläge zu geben.

Und es sollte noch besser kommen: Einige von ihnen stellten Kontakte zu ihren Kollegen her, so dass ich über ein oder zwei Ecken Kontakte im Unternehmen aufbauen konnte. Dabei stelle ich nicht einmal eine Ausnahmeerscheinung oder ein Networking-Genie dar. Vielmehr treffen sich die Mitarbeiter von Goldman Sachs ständig, um über die Märkte, Initiativen, Jobs oder die Branche zu sprechen – und besonders über die Buy-$id€.

Und falls Sie bei Goldman Sachs arbeiten und darüber nachdenken wie Bright zu gehen, dann habe ich noch einen besonderen Tipp für Sie: Gehen Sie in der zweiten Wochenhälfte zwischen 15 bis 17 Uhr ins Erdgeschoss des River Court-Gebäudes. Dabei handelt es sich um den traditionellen Treffpunkt, um einen Kaffee in den umliegenden Cafés oder in der Goldman Sachs-Kantine zu trinken.

Bei Emilia Pearson handelt es sich um ein Pseudonym.

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