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Landesbank-Ranking 2015: Wo die Mitarbeiter am meisten Geld nachhause tragen

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Die Landesbanken veröffentlichen ihre Geschäftszahlen traditionell besonders spät. So legte die BayernLB erst jetzt ihren Bericht für 2015 vor. Damit ist der Zeitpunkt für unser Ranking gekommen, welche Landesbank im abgelaufenen Jahr am besten wirtschaftete und wo die Beschäftigten am meisten verdienten. Die HSH Nordbank fehlt übrigens im Ranking, weil die Nordlichter ihren Geschäftsbericht nach eigenen Angaben erst Mitte Juni veröffentlichen wollen.

Die Landesbanken verdienen wieder prächtig

Spätestens seit der Finanzkrise haben die Landesbanken den Ruf einen besonders problematischen Teil der deutschen Finanzwirtschaft darzustellen. Denn abgesehen von Helaba und NordLB mussten sämtliche Institute gestützt werden.
Die Geschäftszahlen für 2015 sprechen indes eine andere Sprache: Sämtliche Institute verdienten prächtig. Am lautesten klingelte die Kasse überraschenderweise in Hannover mit einem Vorsteuergewinn von 653 Mio. Euro. Die BayernLB folgte mit 640 Mio. Euro. Dabei verzeichnete die NordLB allerdings positive Einmaleffekte in Höhe von 200 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund zweifelt die Bank selbst, ob ihr im laufenden Jahr eine Wiederholung des Erfolges gelingt.
Insgesamt summiert sich der Vorsteuergewinn der vier Landesbanken auf immerhin gut 2,4 Mrd. Euro. Von solchen Ergebnissen können Deutsche Bank, Commerzbank und Hypo Vereinsbank nur träumen.

Freilich sagen diese Zahlen noch nichts über die relative Profitabilität der Banken aus. Dazu muss vielmehr die unterschiedliche Größe der Institute berücksichtigt werden. Doch auch hier liegt die NordLB aus besagten Gründen mit rund 103.000 Euro Vorsteuergewinn pro Kopf vorn. Sehr gut schnitten auch die Hessen mit etwa 97.000 Euro ab.

Bei den Gehältern liegen die Hessen vorn

Besonders spannend für Banker ist natürlich, wie viel die Institute für ihre Mitarbeiter springen ließen. Mit durchschnittlich gut 101.000 Euro gibt die Helaba am meisten für ihre Angestellten aus. Bei den genannten Zahlen handelt es sich allerdings um den Personalaufwand pro Kopf, der neben Gehältern und Boni auch Arbeitgebernebenkosten wie Sozialabgaben enthält. Die Bruttovergütungen fallen also niedriger aus.

Im Unterschied zu vielen anderen Instituten weisen die Landesbanken auch die Löhne und Gehälter in ihren Geschäftsberichten aus. Demnach haben die Mitarbeiter der Helaba mit knapp 82.000 Euro an Bruttovergütungen am besten verdient. Am schlechtesten zahlt dagegen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit durchschnittlich gut 65.000 Euro.

LBBW arbeitet mit den höchsten Kosten

An der Kostenfront haben die Landesbanken gegenüber der privaten Konkurrenz meist die Nase vorn. So musste die NordLB für jeden Euro Ertrag in 2015 keine 47 Cent ausgeben. Auch die Aufwands-Ertrags-Quoten der BayernLB und der Helaba können sich mit 53,8 und 58.9 Prozent sehen lassen.

Foto: iStock / Thinkstock

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