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Versicherungskonzern Talanx will trotz hoher Gewinne Stellen abbauen

Obwohl Deutschlands drittgrößte Versicherungsgruppe die “schwerste Finanzkrise seit 80 Jahren” nach Angaben von Vorstandschef Herbert Haas “bestens überstanden” hat, will Talanx Arbeitsplätze streichen. Zugleich sucht das Unternehmen aus Hannover noch einen Vorstand für das Privatkundengeschäft im Ausland.

Mit Blick auf den Standort Köln, wo der Konzern im Zuge der Gerling-Integration das Lebensversicherungsgeschäft konzentrierte, sagte er auf Nachfrage: “Ja, wir fahren hier einen Sparkurs”. Dieser solle allerdings “bescheiden” ausfallen. Ob es sich um 50, 100 oder 200 Stellen handele, könne noch niemand sagen. Es sei feste Absicht, das Programm sozialverträglich zu gestalten.

Der für die Marken HDI und Gerling bekannte Konzern rechnet dank der Erholung an den Börsen für 2009 mit einem Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter von 522 (2008: 187) Mio. Euro.

In der Erstversicherung steht Talanx vor einem Umbau. Der Vorstand wird nach Kundengruppen organisiert. Es gehe darum, strategische Lücken zu füllen und die Stärken auszubauen, sagte Haas. Talanx sei traditionell Industrie- und Rückversicherer.

Vor allem in Deutschland, wo der Konzern zuletzt Marktanteile verloren habe, solle das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden ausgebaut werden. Darum soll sich Heinz-Peter Roß im Vorstand kümmern. Christian Hinsch, der zum Stellvertreter von Haas ernannt wurde, soll das Industriegeschäft führen. Die drei bestehenden Zwischenholdings sollen aufgelöst werden.

Der große Rivale Allianz hatte in den ersten neun Monaten den Gewinn auf 3,2 Milliarden Euro vervierfacht. Während der Marktführer und die Ergo über gestiegene Beitragseinnahmen berichtet hatten, hatte Axa einen leichten Rückgang verbucht.

Kommentare (1)

Comments
  1. Den Trend zum Mitarbeiterabbau “sozialverträglich” macht anscheinend jeder mit!! Das ist ja auch das einfachste, oder?

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