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Was Studenten für den Einstieg bei der Citigroup in Frankfurt mitbringen müssen

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Gerade einmal 263 Mitarbeiter beschäftigte die Citigroup Global Markets Deutschland in 2015. Allerdings dürfte es hierzulande noch andere Tochterunternehmen des amerikanischen Citi-Konzerns geben. Die Bruttovergütungen der deutschen Investment Banking-Tocher können sich jedenfalls mit durchschnittlich über 232.000 Euro sehen lassen. Das Geschäft schien indes in 2015 nicht rund gelaufen zu sein, denn der Gewinn stürzte binnen Jahresfrist von 125,7 Mio. auf 32,9 Mio. Euro ab.

Interessanterweise zeigt der Geschäftsbericht, dass man im Investment Banking auch alt werden kann. Während 120 Beschäftigte keine fünf Jahre bei der Bank arbeiten, sind 41 sogar 21 Jahre und länger dabei. Doch was müssen Studenten und Absolventen überhaupt mitbringen, um bei der deutschen Tochter der Citigroup eine Chance zu bekommen? Wir haben einen Blick auf die Lebenswege der aktuellen Analysten geworfen:

Aditya Chaturvedula

Anderthalb Jahre arbeitet Chaturvedula als Analyst im Corporate Banking der US-Bank in Frankfurt. Erstaunlicherweise hat er hintereinander gleich drei Bachelor-Studiengänge abgeschlossen: in Politikwissenschaft an der TU Darmstadt, in Insurance & Finance an der Hochschule Rhein-Main und in BWL an der Goethe-Uni. Weiter verbrachte er ein Auslandssemester an der California State University in San Bernardino und erwarb seinen Master of Finance an der University of Sheffield. Praktika führten Chaturvedula zur Friedrich Ebert Stiftung, dem El Khazindar Business Research & Case Study Center sowie ins Trading & Clearing der Deutschen Börse.

Ulf Krug

Seit rund einem Jahr ist Krug Analyst bei der Citigroup in Frankfurt. Neben einem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Uni in Frankfurt bringt er Praktika bei KPMG, Rothschild und Stern Stewart mit. Ein Auslandsaufenthalt findet sich in seinem Profil indes nicht.

Daniel Moll

Im Sommer 2014 startete Moll als Analyst im Corporate Banking. Er bringt einen Bachelor in International Business der Maastricht Business School sowie einen Master in Finance der ESADE Business School in Barcelona mit. Wie es fürs Corporate Banking sinnvoll ist, hat er Praktika in Valuation & Strategy by PwC, Corporate Strategy bei Beiersdorf und Sales Controlling beim gleichen Unternehmen in Thailand hinter sich gebracht. Vor seinem Einstieg bei Morgan Stanley war er Trainee bei Nestlé. Im Corporate Banking scheint ein Einstieg also auch ohne vorherige Bankerfahrung möglich zu sein.

Martin Rosch

Im März hat Bosch als Investment Banking Analyst in Frankfurt angefangen. Vorher hatte er schon zweieinhalb Jahre in gleicher Position bei der BHF Bank gearbeitet. Dies belegt abermals, dass es für Analysten von Banken aus der zweiten Reihe aufgrund des Juniormangels in der Branche gute Chancen gibt zu einer renommierteren Adresse zu wechseln. Rosch hatte neben der Arbeit für die BHF Bank an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg BWL studiert und seinen Master an der FOM Hochschule für Ökonomie erworben. Auch ein nebenberufliches Studium kann also ins M&A führen.

Julius C. Trentmann

Ebenfalls seit Sommer 2014 arbeitet Trentmann als Analyst im Corporate Banking. Wie Moll aus der gleichen Abteilung hat er sein Studium vollständig im Ausland absolviert. So bringt er einen Bachelor of International Business der Uni Groningen sowie einen Master in Global Management der Regent’s University in London mit. Er scheint lediglich ein Praktikum bei HSBC Trinkaus hinter sich gebracht zu haben, was heute schon eine Seltenheit darstellt.

Benjamin Weisbarth

Seit anderthalb Jahren ist Weisbarth Analyst in Warrants Sales bei der Citigroup in Frankfurt. Vorher hatte er direkt hintereinander drei Praktika in Equity Derivatives Trading bei der Euwax, in Warrants Sales bei der Citigroup (wohl in Frankfurt) und ein Sommerpraktikum im Warrants Trading bei derselben Bank in London absolviert. Von 2006 bis 2012 hat er Wirtschaftsmathematik auf Diplom in Karlsruhe studiert und anschließend eine längere Weltreise unternommen. Weisbarth stellt ein gutes Beispiel für Absolventen dar, die sich nach dem Studium ein Jahr und mehr Zeit nehmen und sich mit einer ganzen Reihe von Praktika eine Einstiegsposition im Investment Banking sichern.

Fazit

Auch wenn es keinen Königsweg ins Corporate & Investment Banking der Citigroup gibt, zeigt sich bei der US-Bank doch das immer gleiche Erfolgsmuster: Offenbar fallen die Chancen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium an einer möglichst renommierten Hochschule, mehrerer einschlägiger Praktika sowie mindestens einem Auslandsaufenthalt besonders hoch aus. Sicher werden auch Studienabschlüsse aus den sogenannten MINT-Fächern akzeptiert. Ohne Praktika und Auslandsaufenthalt wird der Berufseinstieg jedoch zu einer Mission Impossible.

Foto: Getty Images / Thinkstock

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