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Sechs Verhaltensweisen, die jeden HR-Mitarbeiter zur Verzweiflung treiben

Alltag einer HR-Mitarbeiterin.

Alltag einer HR-Mitarbeiterin.

Jeder Beruf in den Finanzdienstleistungen bringt seine ganz eigenen Ärgernisse mit sich – da stellt Human Resources keine Ausnahme dar. Auch wenn viele Bewerber in der HR-Abteilung nur die erste Hürde sehen, die es zu bewältigen gelte, zahlt es sich doch oft aus, deren Mitarbeiter auf seiner Seite zu wissen. Falls Sie also wollen, dass Ihre Bewerbung eine Chance erhält, dann sollten die folgenden Verhaltensweisen möglichst vermeiden:

1. Wie ein eingebildeter Schnösel aufzutreten

Viele Bewerber spazieren in ein Bewerbungsgespräch und spielen eine Rolle, von der sie annehmen, dass sie den HR Mitarbeitern gefällt. Doch bei einem Vorstellungsgespräch geht es meist nicht um die fachliche Eignung des Bewerbers, sondern ob er zum Unternehmen und Team passt. Wer als eine fremde Rolle spielt, vermittelt ein falsches Bild von sich selbst – und das kann böse enden.

„Haben Sie keine Angst, Sie selbst zu sein“, warnt die ehemalige HR-Managerin eines Versicherungsunternehmens, die lieber anonym bleiben möchte. „Niemand sucht nach Perfektion und was Sie einem Unternehmen bieten können, ist vielleicht genau das, wonach der HR-Mitarbeiter sucht.“

Derartige Bewerber tendieren auch dazu, eine Menge Dinge zu erzählen, die eigentlich für den fraglichen Job irrelevant sind.

„In Vorstellungsgesprächen bin ich schon häufig Leuten begegnet, die zu mir, aber nicht mit mir gesprochen haben“, erzählt die Managerin.

2. Unflexibel zu sein

Da sich Arbeitsumfelder in rasanter Geschwindigkeit verändern, wünschen sich Unternehmen Mitarbeiter, die den Willen und die Fähigkeit zur Anpassung mitbringen. „Falls ein Kandidat gegenüber Veränderungen abgeneigt oder in seinem Weg steckengeblieben erscheint, dann kann das bei Arbeitgebern heutzutage schon Kopfschütteln auslösen“, warnt Personalvermittlerin Laura Mazzullo von East Side Staffing.

3. Übereifrig, belästigend oder seltsam aufzutreten

Benehmen Sie sich nicht wie eine HR-Stalker. Nachfassen spricht bei einer Bewerbung für das Interesse des Kandidaten, doch dies muss maßvoll geschehen. Denn an einem Interviewprozess nehmen diverse Kandidaten und eine Vielzahl an Mitarbeitern des potenziellen Arbeitgebers teil. Der ganze Prozess kann also einige Zeit in Anspruch nehmen. „Zeigen Sie Interesse, aber beweisen Sie auch Geduld und Respekt für die Zeit anderer Leute“, empfiehlt Mazzullo.

Jeder Bewerber sollte vor einem Vorstellungsgespräch versuchen, möglichst viel über seine Gesprächspartner herauszufinden. Im Internetzeitalter stößt man dabei gelegentlich auf Dinge, die reichlich persönlich ausfallen. „Ich weiß, dass Detektivarbeit in der heutigen IT-Welt leicht fällt, dennoch dürfen Sie nicht zu persönlich werden“, warnt die ehemalige HR-Mitarbeiterin einer Versicherung. „Wenn Sie in meinem LinkedIn-Profil einen Anknüpfungspunkt finden, über den Sie mit mir sprechen möchten, dann sollten Sie das strategisch wohlüberlegt in das Gespräch einbauen.“

4. Nicht über sich selbst sprechen zu können

Bewerber müssen in der Lage sein, über ihre Motivation und ihre Gründe für den Jobwechsel zu sprechen, über ihre Leidenschaften und Werte in Hinsicht auf ihr Fachgebiet. HR-Mitarbeiter sehen es gerne, wenn Kandidaten auch ein wenig über sich und ihre Vorstellungen nachgedacht haben.

„Wenn jemand über sich selbst reflektiert hat und dies auch artikulieren kann, dann zeugt das von Selbstbewusstsein, Leidenschaft und die Fähigkeit, die eigenen Zweifel und Wünsche vorzubringen“, sagt Mazzullo.

5. Sich seiner eigenen Fähigkeiten zu sicher zu sein

So mancher Kandidat bringt ein gesundes Selbstbewusstsein zu einem Vorstellungsgespräch mit. „Bei den von sich selbst eingenommenen Leuten denkt man meist an die Millenniumsgeneration. Ich habe aber auch schon deutlich ältere Kandidaten von dieser Art getroffen“, erzählt die ehemalige HR-Mitarbeiterin einer Versicherung. „Verstehen Sie mich nicht falsch. Ein selbstbewusster Auftritt stellt einen großen Pluspunkt dar und jeder sollte davon ein wenig mitbringen. Allerdings helfen auch ein wenig Bescheidenheit und die Einsicht weiter, dass Sie sich immer noch weiterentwickeln können.

„Kein Kandidat ist allwissend – schon gar nicht, wenn es sich um einen Einsteiger handelt“, warnt sie. „Sie müssen Bereitschaft zeigen, etwas hinzuzulernen und sich integrieren zu wollen.“

6. Zu früh das Gehaltsthema anzuschneiden

Besonders am Beginn des Interviewprozesses sollten Sie tunlichst vermeiden, die Vergütungsthematik von sich aus anzusprechen. Vielmehr wollen die Arbeitgeber zunächst sehen, welches Interesse Sie für Job und Unternehmen mitbringen. „Arbeitgeber wollen jemanden einstellen, der eine ganz bestimmte Arbeit für sie erledigt und sie wollen konkrete Gründe hören, wieso das Unternehmen und die betreffende Rolle genau das Richtige für Sie ist“, betont Mazzullo.

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