☰ Menu eFinancialCareers

GASTKOMMENTAR: Über die Lehren aus dem englischen Fußball für den Finanzplatz London

Indem sich die britische Koalitionsregierung dem Druck der rechtspopulistischen British National Party und ihrer favorisierten Zeitung, der Daily Mail, beugt, gefährdet sie die Fähigkeit der Londoner City, die Leute einzustellen, die sie benötigt. Einwanderungsquoten sind der beste Weg, den ich mir vorstellen kann, um einer Volkswirtschaft zu schaden. Vergessen Sie Terrorismus, Steuern und die schlechten öffentlichen Verkehrsmittel.

London wird häufig mit dem Tennis in Wimbledon verglichen: das größte Turnier der Welt, aber mit sehr vielen Nicht-Briten. Würde sich das irgendjemand anschauen, wenn es eine Quote für Briten gäbe? Kennen Sie die Nummer 20 auf der britischen Rangliste? Würden Sie 200 Pfund auf den Tisch blättern, um ein Spiel der Nummer 50 zu sehen?

Denken Sie umgekehrt über die Londoner City in den Begriffen des Fußballs nach: Sobald der englische Fußball von seinen ausländischen Premier League-Spielern entblößt ist, ist er längst nicht mehr so großartig. Die englischen Premier League-Teams sind multinational und gefürchtet. Dagegen ist die englische Nationalmannschaft urbritisch und ein Witz.

Ich gehe in London zu Meetings, bei denen ich die einzige Person bin, die hier geboren wurde. Dagegen treffe ich in Paris oder Frankfurt weniger Ausländer an. Daher hat Europa vier Finanzzentren: die Londoner City, Canary Wharf, Mayfair und Edinburgh. Wir stellen die besten Leute ein; dagegen stellt eine Bank in Paris die besten Franzosen ein. Daher sind wir spitze und sie nicht.

Zu behaupten, dass die City wichtig für Großbritannien sei, ist eine große Untertreibung. Fragen Sie sich einmal selbst, womit Britannien Geld verdienen will, wenn nicht mit Finanzdienstleistungen. Vielleicht mit Autos, Stahl, organischen Zucchinis oder mit handgearbeiteten Souvenirs für Touristen?

Ein beträchtlicher Teil der nützlichsten Leute in der City sind Amis. Vielleicht wissen dies die Leser der Daily Mail nicht, aber die USA sind nicht in der EU. Großbritannien zieht die Steuerschraube an und wenn das Land auch noch mit Einwanderungsbeschränkungen konfrontiert wird, werden viele Leute, die wir gerne hätten, zuhause bleiben oder anderswo hingehen. Einige sind sogar wichtig genug, dass sie nicht nur keinen Beitrag für ihre Niederlassungen in London erbringen, sondern dass das Unternehmen mit ihnen umzieht.

Bei den Nicht-EU-Bürgern, die die Banken importieren, handelt es sich nicht um Sozialschmarotzer. Sie sind nicht an einer kostenlosen Behandlungen im staatlichen britischen Gesundheitswesen interessiert. Vielmehr wenden einige von Ihnen mehr als 60 Prozent ihres Einkommens für Steuern, private Gesundheitsversorgung und Schulen auf. Sie helfen dabei, unsere finanziellen Probleme zu bewältigen, während sie dafür reichlich wenig von der Regierung zurückerhalten.

Wir hören selbstherrlichen Unsinn darüber, wie das System selektieren kann, doch jeder, der jemals mit dem Chaos der britischen Grenzbehörden zu tun hatte, weiß es besser.

Einwanderungsquoten sind nicht rassistisch, sondern dämlich. Die Zeiten, als die City von weißen Kerlen am Laufen gehalten wurde, sind für mich vorbei – und wir sind wohlhabender dadurch. Doch wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit beschädigen, dann befinden wir uns als Land in tiefen Schwierigkeiten.

Dominic Connor ist Headhunter bei P&D Quantitative Recruitment.

Kommentare (0)

Comments

Antworten

Pseudonym

Pflichtfeld

E-Mail

Ungültige E-Mail-Adresse

Alle Informationen zu unseren Community-Richtlinien finden Sie hier