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HSBC Trinkaus hat in 2015 über 140 neue Stellen geschaffen

Die neue HSBC Trinkaus-Chefin Carola Gräfin von Schmettow.

Die neue HSBC Trinkaus-Chefin Carola Gräfin von Schmettow.

Es gibt sie noch, Banken, die tatsächlich Personal aufbauen. So hat HSBC Trinkaus in Düsseldorf ihre Beschäftigung um über 5 Prozent auf 2793 Mitarbeiter erhöht, wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch (24. Februar) auf Anfrage mitteilte. Unter dem Strich wurden also 143 neue Stellen geschaffen.

Doch damit scheint das vor Jahren angekündigte Wachstumsprogramm weitgehend abgeschlossen zu sein. „Die für die Umsetzung der Wachstumsstrategie relevanten Stellen wurden auch soweit besetzt“, sagte ein Unternehmenssprecher. Dennoch wird es wohl auch weiterhin Chancen geben. Denn neben den neugeschaffenen Positionen wurden 171 Stellen nachbesetzt.

Beim Vorsteuergewinn scheint die Wachstumsstrategie noch nicht ganz angekommen zu sein. So kletterte das Bruttoergebnis um nur 2,6 Prozent auf 217,4 Mio. Euro. Den Hauptanteil an den Erträgen steuerte auch 2015 wieder das Provisionsergebnis bei, das um 13,2 Prozent auf 441,2 Mio. Euro kletterte.

Dagegen purzelte das Handelsergebnis um 6,1 Prozent auf 99,3 Mio. Euro. „Die Ergebnisse aus dem Handel mit Aktien und Aktienderivaten sowie aus Devisen und Derivaten des Bankbuchs konnten den marktbedingten Rückgang im Renten- und Zinsderivatehandel nicht kompensieren“, hieß es von HSBC Trinkaus.

Erstaunlich ist indes, dass der Zinsüberschuss trotz der rekordniedrigen Zinsniveaus um 1,6 Prozent auf 177,5 Mio. Euro zulegte. Verantwortlich dafür war eine extrem niedrige Risikovorsorge von gerade einmal 200.000 Euro. Das Kreditvolumen scheint die Bank jedenfalls nicht stark ausgeweitet zu haben, denn die Bilanzsumme ging um 2,1 Prozent auf 21,7 Mrd. Euro zurück.

Unterdessen drückt das neue Personal leicht auf die Profitabilität der Bank. So verschlechterte sich die Aufwands-Ertrags-Quote von 69,6 auf immer noch gute 70,9 Prozent. Die Bank musste für jeden Euro Ertrag also knapp 71 Cent ausgeben.

Der Personalaufwand kletterte in 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 Prozent auf 336,1 Mio. Euro. Für jeden Beschäftigten ließ HSBC Trinkaus also durchschnittlich gut 120.000 Euro springen, was 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr waren.

Für das laufende Jahr gibt die Bank ein wenig Wasser in den Wein. „Das niedrige Zinsniveau sowie weitere gesetzliche und regulatorische Vorschriften werden die Erlössituation der Bank zwar spürbar belasten, trotzdem erwarten wir durch ein schnelleres Wachstum als der Markt und damit Marktanteilgewinne einen leichten Anstieg der Erlöse und des Vorsteuerergebnisses.“


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