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Was JP Morgan all denjenigen rät, die auch nach 2016 ihren Job behalten wollen

Schlechte Aussichten für Investmentbanker.

Schlechte Aussichten für Investmentbanker.

Das Research-Team von JP Morgan für europäische Banken um den Staranalysten Kian Abouhossein hat einen neuen Bericht abgeliefert. Darin geht es zwar nicht explizit um die Jobsicherheit von Bankern, dennoch lässt sich aus ihm viel Nützliches entnehmen:

1. Überstehen Sie die nächsten zehn Monate

Falls die JP Morgan-Analysten Recht behalten, dann wird 2016 ein schwieriges Jahr – nicht aber 2017. Wenn Sie also noch bis zum Jahresende durchhalten, dann sollten Sie auf der sicheren Seite sein.

Investment bank revenue forecasts 2016

2. Halten sie sich von den Desks für Kreditprodukte fern

Auch 2016 wird ein ungemütliches Jahr für das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen (FICC). Besonders schlecht soll indes der Handel mit Kreditprodukten laufen. Daher sollten Sie hierum möglichst einen großen Bogen machen.

JPMorgan trading forecasts

3. Ganz besonders schlimm sieht es bei der Credit Suisse aus

Von der schwierigen Situation im Credit Trading sind bestimmte Banken besonders betroffen, was Sie aus dem unten stehenden Chart ersehen. Die Credit Suisse kommt hier am Schlechtesten weg, aber auch bei Morgan Stanley sieht es gefährlich aus. Die Analysten von JP Morgan rechnen mit einem weiteren Abbau in diesem Sektor.

JPMorgan header

JPMorgan credit

4. Gute Aussichten für US-Banken

Abgesehen vom Credit Trading von Morgan Stanley schätzen die Analysten die US-Banken derzeit als recht gesund ein. „Sie sind weitaus besser kapitalisiert als ihre europäischen Wettbewerber … Bei der Lösung der Altlasten sind sie vorn … und haben eine sauberere Gewinn- und Verlust-Rechnung und eine saubere Eigenkapitalrendite – anders als ihre europäischen Konkurrenten“, heißt es in der Analyse.

5. Schlechte Aussichten für Contractor und Back Office-Mitarbeiter der Deutschen Bank

Wie schon ihre Kollegen von Goldman Sachs bescheinigen auch die JP Morgan-Analysten der Deutschen Bank einen dringenden Kostensenkungsbedarf. Dabei dürfte das Back und Middle Office im Zentrum stehen. „Die Deutsche Bank hat einen der höchsten Anteile an Back Office- und Beratungs-Kosten und wir denken, dass das angegangen werden muss.“

Doch nicht alles ist schlecht. So geben sich die Analysten bezüglich des Front Office optimistischer: „Wir glauben nicht, dass das Investment Banking-Geschäft von den aktuellen Nachrichten beeinträchtigt wird … Wir betrachten die Deutsche Bank auch weiterhin als Tier1- Player im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen und als die letzte überzeugende Investmentbank in Europa.“

6. Arbeiten Sie für die fünf größten Banken im Aktiengeschäft…

Die JP Morgan-Analysten rechnen damit, dass sich der Anteil der fünf größten Banken am Aktienhandel weiter vergrößern wird. Dabei handelt es sich um die Banken im roten Rechteck in der unten stehenden Grafik. Hier findet sich die Credit Suisse, während UBS und Deutsche Bank schwächer abschneiden.

JPMorgan equities players

7. … oder für die fünf größten Banken im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren

Schon länger ist bekannt, dass sich auch der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren bei den größten fünf Playern konzentrieren wird. Dazu zählen die Analysten von JP Morgan neben vier US-Instituten lediglich die Deutsche Bank.

Top banks in ficc

8. Wechseln Sie zu Goldman Sachs

Von Goldman Sachs zeigen sich die Analysten geradezu entzückt: „Wir betrachten Goldman Sachs sowohl im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren als auch mit Aktien als Tier 1 Player“, heißt es von ihnen. „Daher erwarten wir, dass Goldman Sachs besser als ihre Mitbewerber mit dem herausfordernden Ertragsumfeld zurechtkommt.“

Und es kommt noch besser: Laut den JP Morgan-Analysten herrsche bei Goldman Sachs kein Bedarf für Personalabbau. Vielmehr könne die Bank einfach den Rotstift bei den variablen Vergütungen ansetzen, die ohnehin über dem Marktniveau lägen.

9. Lassen Sie die Finger von Equity Capital Markets

Das neue Jahr hat für die Investment Banking Division nicht gut begonnen. Besonders schlecht lief es im Geschäft mit Börsengängen und Aktienemissionen (Equity Capital Markets). Falls sich dieser Trend fortsetzen sollte, scheint ein Personalabbau unausweichlich.

JPMorgan ECM 2016

10. Vorsicht vor Barclays

Der neue Barclays-Chef Jes Staley will seine neue Strategie für die britische Großbank Barclays in wenigen Wochen vorlegen. Die JP Morgan-Analysten sind sich sicher, dass er die Axt an das Investmentbanking legen wird. „Wir glauben, dass die Verlagerung des Kapitals weg vom Investment Banking den einzigen Weg zu ungebundenen Finanzmitteln darstellt“, schreiben sie weiter. So läge die Eigenkapitalrendite im Investment Banking bei kargen 6 Prozent, während sie im übrigen Geschäft jenseits von  14 Prozent betrage. Daher empfehlen sie, das vom Investment Banking beanspruchte Eigenkapital auf 30 Prozent zu verringern. Und das, obgleich Barclays bereits jetzt tausende an Jobs in dem Geschäftsbereich abbaut. Falls die JP Morgan-Analysen zutreffen sollten, dann könnte noch so einiges auf die Mitarbeiter zukommen.

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