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Nur nicht untergehen: Die besten Tipps von Blackstone-Chef Schwarzman für Analysten und Associates

Damit Sie ja nicht untergehen...

Damit Sie ja nicht untergehen...

Blackstone-Chef Steve Schwarzman leidet nicht an Schüchternheit, wenn es um Karrieretipps geht. Im vergangenen Jahr riet er allen, die ihm nacheifern und vom Investment Banking zu Private Equity wechseln wollen, zur Vorsicht. Bevor Schwarzman sich in Private Equity neu erfand, war er Managing Director bei der untergegangenen Investmentbank Lehman Brothers. Jetzt legt er nach und warnt junge Finanzprofis vor Fehlern, die ihre Karriere beenden, noch bevor sie richtig begonnen hat. In einem langen Interview mit der Website Poets and Quants listet er folgende fatale Fehler auf:

1. Verursachen Sie keinen Stress

„Die Leute müssen verstehen, dass wir nur Mitarbeiter beschäftigen, die hilfreich und teamorientiert sind und an eine Leistungskultur glauben“, sagt Schwarzman. „Wir suchen nicht nach Leuten, die bei den Menschen um sie herum für noch mehr Stress sorgen“, ergänzt er. „Intern sollte im Unternehmen ein hochsolidarisches Umfeld herrschen und wir setzen das auch rigoros um.“

2. Versuchen Sie nicht, das Rad neu zu erfinden

„In Finance gibt es nur wenig neues. Es handelt sich um ein Geschäft, das man lernen kann. Man muss keine Dinge erfinden, die bereits andere Leute entwickelt haben. Üblicherweise versucht ein MBA-Absolventen in seinem ersten Jahr etwas Neues auszuknobeln. Dabei handelt es sich um seinen größten Fehler. Es stellt keinen besonderen Verdienst dar, etwas selbst entwickelt zu haben. Man will einfach nur, dass Sie Ihre Arbeit erledigen.“

3. Machen Sie nicht alles, worum Sie gebeten werden

„Um erfolgreich zu sein, müssen Sie nicht zu viele Aufträge annehmen“, sagt Schwarzman. Mancher Jungbanker erliege dem Fehler, sämtliche Arbeitsaufträge zu übernehmen. „Weil Einsteiger oft nicht wissen, wie lange etwas wirklich dauert, begehen sie alle denselben Fehler, indem sie zu viele Dinge übernehmen. Und dann schaffen sie es nicht, alles pünktlich zu erledigen und sie enttäuschen die Leute, die ihnen die Arbeit gegeben haben.“

4. Verheimlichen Sie nicht, wenn Sie in Arbeit ertrinken

Wenn Sie sich also zu viel zugemutet haben, dann sollten Sie das rechtzeitig sagen. „Falls Sie im letzten Moment auftauchen und sagen ‚Entschuldigung, ich kann das nicht erledigen, weil ich etwas anderes zu erledigen habe‘, dann können Sie sich damit sogar einen Feind machen, weil Sie einen Vorgesetzten blamiert haben, der ihnen vertraut hat“, warnt Schwarzman. „Sobald Sie erkennen, dass Sie sich zu viel zugemutet haben, müssen Sie zu einem Vorgesetzten gehen und ihm Ihr Problem schildern. Er wird Ihnen dabei helfen, einen Ausweg zu finden, damit die Arbeit erledigt wird – gleich ob von Ihnen oder jemand anderem.“ Warten Sie also nicht bis zu letzten Moment, bevor Sie zugeben, dass Sie eine erfolgskritische Analyse nicht rechtzeitig abschließen können.

5. Glauben Sie nicht, dass Sie zurückkehren können

Junge Banker sollten nicht vorschnell die Branche verlassen. „Ich habe schon sehr kluge junge Banker gesehen, die ihre Karriere ruiniert haben, weil sie zu früh gegangen sind“, warnt Schwarzman. Denn zunächst müsste man im Beruf viel lernen. „Es braucht schon ein wenig Zeit, um die Kompetenzen und den Überblick zu gewinnen und zu wissen, was Sie später einmal machen möchten.“ Falls Sie das Banking verlassen, um etwas anderes auszuprobieren, dann gebe es oft keinen Weg zurück.

6. Versuchen Sie bloß kein Fintech-Unternehmer zu werden

Nur weil jemand als Associate in einer Investmentbank glänzt, muss er noch lange keinen guten Unternehmer abgeben. Schwarzman meint, dass Unternehmertum nur etwas für die besten der besten sei. „Sie müssen schon außerordentlich gut sein und bei allen Aspekten von Finance ganz vorne mit dabei sein“, sagt er. Darüber hinaus müsse man eine „unabhängige Persönlichkeit sein, die mit der Isolation und den Schwierigkeiten sich selbst treu zu bleiben, zurechtkomme… Sie müssen voller Energie und bereit sein, eine sehr, sehr harte Zeit durchzustehen. Das trifft normalerweise auf Associates nicht zu. Sie sind nicht einmal emotional bereit für eine solche Reise. Einige sind sich dessen nicht bewusst – und sie werden untergehen.“

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