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Subprime-Krise – wachsender Bedarf an Risk-Managern

Die internationale Personalberatung Boyden Global Executive Search unterstreicht den wachsenden Bedarf an Risikomanagern im Finanzdienstleistungsbereich.

IKB, SachsenLB etc. – die Subprime-Krise offenbarte in so mancher deutschen Bank ein mangelndes Risikomanagement. Innerhalb kürzester Zeit gerieten renommierte Banken bis zur Zahlungsunfähigkeit in die Krise.

“Viele Finanzinstitute arbeiten täglich daran, ihre Gewinne zu maximieren, nicht aber daran, die damit verbundenen Risiken zu evaluieren und zu minimieren auf Basis der Risikotragfähigkeit des eingesetzten Kapitals”, analysiert Dr. Rolf E. Stokburger, Managing Partner der Personalberatung Boyden Global Exectuive Search in Bad Homburg, die Gründe der Krise.

Um Krisen frühzeitig zu erkennen, ist ein professionelles und gutes Risikomanagement unverzichtbar. Die Branche unterscheidet zwischen Kredit-Risikomanagern und Markt-Risikomanagern. “Diese Differenzierung ist die logische Konsequenz aus den bestehenden und sehr umfangreichen Anforderungen an einen Risikomanager. Bestenfalls hat er den Überblick über alle Geschäftsprozesse im Unternehmen, sozusagen den 360-Grad-Blick”, so Dr. Stokburger. “Risikomanager werden aber oft als Bedenkenträger im Unternehmen wahrgenommen. Das muss sich ändern”.

Zusätzliche Anforderungen an das Profil eines Risikomanagers haben sich durch die internationale Ausrichtung der Finanzmärkte sowie entsprechender Produkte, aber auch durch die Einführung von Basel II ergeben. “Neben solchen Fachkenntnissen braucht ein guter Risikomanager sogenannte Softskills wie analytisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu verstehen, sozusagen ein spezialisierter Allrounder”, so Dr. Stokburger.

Das anspruchsvollere Anforderungsprofil für Risikomanager hat sich auch auf die Gehälter ausgewirkt, die in den letzten Jahren entsprechend gestiegen sind. “Noch vor 5 Jahren haben Risikomanager zwischen 200.000 und 300.000 € verdient. Heute dagegen variieren Gehälter von 250.000 bis 450.000 € je nach Ausbildung und Erfahrung”, sagt Dr. Stokburger.

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