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Bonuszkürzungen der Credit Suisse: Große Unzufriedenheit bei Vice Presidents und Directors

Credit suisse bonuses

Immer mehr Details zu den Bonuskürzungen der Credit Suisse kommen zum Vorschein. Ein ungenannter Headhunter erzählte der „SonntagsZeitung“, dass einige der Schweizer Mitarbeiter eine Kürzung ihrer variablen Bezüge von bis zu 75 Prozent verkraften müssten.

Credit Suisse-Chef Tidjane Thiam bekräftigte im Interview mit der „SonntagsZeitung“ jedoch eine Verkleinerung des bankweiten Bonuspools um 11 Prozent und im Investment Banking von 36 Prozent.

Die Pointe dabei: Die Managing Directors bleiben beim Bonus-Kahlschlag weitgehend außen vor. „Ein Großteil der Betroffenen sind Assistent Vice Presidents, Vice Presidents und Directors“, bestätigt Headhunter Stephan Surber von Page Executive in Zürich. „Viele sind unzufrieden und auf dem Sprung.“ Verstärkt werde die Unzufriedenheit durch den Umstand, dass die mittleren Karriereränge aktuell geringere Chancen auf eine berufliche Weiterentwicklung sähen, da bereits viele Director und MD Positionen vergeben sind und die Tendenz eher abgebaut wird.

Trotz der weitverbreiteten Unzufriedenheit würden noch nicht „massenweise“ AVPs, VPs und Directors auf den Markt drängen. Laut Surber verfügen die meisten Betroffenen über eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Außerdem würden den meisten Mitarbeitern durch HR und Outplacement-Verfahren erfahrungsgemäß sechs weitere Monate zur beruflichen Neuorientierung eingeräumt. Da die Kündigungen in den seltensten Fällen bereits ausgesprochen seien, würden die Betroffenen voraussichtlich erst ab Sommer verstärkt auf den Arbeitsmarkt drängen, schätzt Surber.

„Einige Mitarbeiter haben innerlich schon gekündigt“, erzählt Surber weiter. Allerdings gäbe es oft nur wenige Chancen, anderswo unterzukommen. Betroffenen rät Surber sich auch intern nach Alternativen umzuschauen. „Da machen die beiden Großbanken einen guten Job.“ So wolle die Credit Suisse auch die Zahl ihrer Relationship Manager aufstocken, wo durchaus auch Mitarbeiter ohne eigenes Kundenportfolio Chancen bekämen. Vergleichsweise gute Aussichten hätten überdies Experten mit Erfahrungen in den Bereichen Private Equity und Real Estate „Bei den Alternativen Investments läuft noch einiges“, beobachtet Surber.

Unterdessen hat Thiam den Verwaltungsrat gebeten, auch seinen eigenen Bonus signifikant zu verringern. Um wieviel Geld es sich dabei handelt, wollte Thiam jedoch nicht verraten: „Ich habe beim Verwaltungsrat eine markante Kürzung meines Bonus beantragt. Innerhalb des Führungsteams ist der Einschnitt bei mir am größten.“

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